20 Tipps für Blog-Anfänger!

Du bist Blog-Anfänger, willst mit deinem Blog durchstarten? Meine 20 Tipps für Blog-Anfänger helfen dir dabei! Ich blogge nun schon seit mehr als 5 Jahren.

Das eine Jahr intensiver als das andere. Dabei habe ich die ein oder andere Erfahrung schmerzlich lernen müssen. Auf meinem Firmenblog werden täglich bis zu 1.500 Besucher empfangen.

So halten wir unsere Kosten für Marketing gering und bekommen Kundenanfragen ohne Geld ausgeben zu müssen. Die gesammelten Erfahrungen möchte ich mit dir in diesem Beitrag teilen.

Fehler, die wirklich jeder vermeiden kann: die Randbedingungen!

Um eine erfolgreiche Webseite oder einen oft gelesenen Blog zu betreiben sind neben Disziplin und Durchhaltevermögen auch die Randbedingungen wichtig. Domain, Hoster, Zielgruppe sollten sorgfältig ausgewählt werden. Diese 20 Tipps helfen dir als Blog-Anfänger Fehler zu vermeiden.

1. Nehme dir Zeit für die richtige Domain!

Eine Internetadresse ist schnell gefunden. Doch die Herausforderung besteht dabei heute eine zu finden die einem auch morgen gefällt. Aus unterschiedlichen Gründen sollte die Domain nicht mehr geändert werden.

Für meine Projekte versuche ich stets eine Domain mit einer .de Top-Level -Domain zu wählen. Alternativ geht auch noch .com – von den neuen distanziere ich mich jedoch, auch wenn es laut Google keine Auswirkung auf das Ranking hat.

2. Wähle eine eher spitze als breite Zielgruppe

Schaffst du es deine Webseite und deren Zweck in einem Satz zu beschreiben? Das wäre nämlich schon ein guter Anfang. Es hilft deiner Motivation, der Qualität deiner Inhalte und schlussendlich auch deiner Zielgruppe, wenn du deine Webseite einen klaren Fokus hat.

Blogs, die über „das Tagesgeschehen aus der Sicht von Michael Meier“ schreiben können unterhaltsam zu lesen sein – eine Monetarisierung könnte jedoch langfristig schwierig werden.

3. Wähle nicht den billigsten Hoster

Wer als Blog-Anfänger startet, der sollte das aus meiner Sicht auf der „eigenen Spielwiese“ tun. Damit ist gemeint, das ich nicht bei Facebook, Tumblr oder gar Instagram bloggen würde. Dort droht schließlich nicht nur die nicht nachvollziehbare, plötzliche Sperrung – auch Veränderungen am Design oder der Reichweite müssen hingenommen werden.

Bei deiner eigenen Webseite sieht das anders aus. Doch für die technische Grundlage solltest du nicht den billigsten Hoster wählen. Zum Anfang genügt ein preiswerter Account bei All Inkl.* Wenn das Projekt richtig fahrt aufnimmt könnte ein Umzug nach Raidboxes* Sinn machen.

4. Schreibe für Menschen – optimiere Beiträge aber für Suchmaschinen

Dein Blog wird von Menschen gelesen. Auch wenn das keine Überraschung für dich sein dürfte, so solltest du die Optimierung für Suchmaschinen nicht vernachlässigen – denn menschliche Leser kommen (auch) über Suchmaschinen zu dir.

Dabei ist SEO (Search Engine Optimization) kein Hexenwerk: Eine klare Strukturierung des Textes, eine Sitemap sowie eine treffende Meta-Beschreibung sind zwar nur wenige Punkte, doch in die ist man als interessierter Blogger schnell eingearbeitet!

5. Behalte die Ladezeit von deiner Webseite im Auge

Es gibt auf der einen Seite die einzuhaltenden Best Practices, die mit der Hilfe von Page Speed Insights getestet werden können. Auf der anderen Seite spielt die Ladezeit deiner Webseite aber eine entscheidende Rolle.

Manche Experten glauben sogar festgestellt zu haben, dass die Ladezeit wichtiger ist. Aus meiner Sicht sollte beide berücksichtigt werden. Dabei muss beides nicht auf Maximum sein – dafür ist viel zu viel Zeit notwendig. Einige Plugins können bereits helfen die Performance erheblich zu verbessern. Ein ordentliches schafft aber auch erst eine solide Basis dafür.

Für Blog-Anfänger ein sehr guter Wert vom Page Speed Insights
99/100 Punkten bei der Page Speed Insights Analyse zu erreichen ist Grund genug mit der Optimierung zu stoppen. Bereits den grünen Bereich zu erreichen ist Grund genug sich anderen Themen zu widmen.

Bloggen ist Kommunikation. Lesen und gelesen werden

Wer bloggt, der gibt Wissen weiter, teilt seine Erfahrung oder berichtet oder Ereignisse. Es gibt unzählige Themen über die man schreiben kann. Doch am Ende ist alles was man tut Kommunikation. Es ist gar nicht wichtig ob du introvertiert oder extrovertiert bist – wichtig ist, dass du dir treu bleibst. Das merken auch Leser:innen und kommen dich wieder besuchen.

6. Erstelle einzigartigen, individuellen Content

Du musst das Rad nicht neu erfinden. Doch wenn du einen Blogartikel schreibst, dann solltest du dir zumindest Gedanken machen. Als Blog-Anfänger wird dich ein Beitrag auch eine menge Zeit kosten. Dabei gibt es kaum Themen im Internet die nicht schon besprochen worden sind – gerade bei den Angelegenheiten im Alltag.

Du kannst von Tipps für die Steuerklärung bis hin zur Anleitung zur Entfernung von Hundekot im Balkonteppich alles finden. Lasse dich also inspirieren, frage dich aber stets was einen Artikel lesenswerter machen könnte.

7. Finde deinen eigene Stil und bleib ihm treu

Zwar ist dieser Tipp leicht zu sagen, vielleicht aber der schwierigste in der ganzen Liste. Seinen eigenen Blogstil zu finden, diesem treu zu bleiben aber ihn doch von Zeit zu Zeit anzupassen gelingt erst über Wochen und Monate des kontinuierlichen Bloggens.

Wer schon einmal einen Artikel für ein Magazin, eine Zeitschrift oder anderen online Blog geschrieben hat, der ahnt bereits wie groß der Aufwand ist, wenn jemand beinahe tagtäglich Beiträge schreibt.

Es ist von Vorteil in dem Bereich, über den man bloggt, Vorwissen zu haben. Ein anerkannter oder gar zertifizierter Experte muss man nicht (immer) sein. Ausnahmen bestätigen die Regel: Wer über Gesundheit, Geld und Versicherungen spricht, der sollte schon sehr genau wissen was er dort erzählt.

8. Du bist Blogger? Welche Blogs liest du?

Die Bloggerszene als solches ist mittlerweile stark geschrumpft. Ein Grund dafür ist der Aufstieg der sozialen Netzwerke. Damals gab es sogenannte „Blogrolls“. Meistens hat man diese in der Seitenleiste von Blogs gefunden. Dort wurden die Webseiten von Kollegen und Kolleginnen empfohlen. Ob aus der gleichen thematischen Ecke oder völlig Fachfremd? Spielte keine Rolle.

Aktive Blogs werden jedoch zunehmend weniger. Aber wie jeder weiß: Totgesagte leben länger! Wenn du aktiv Bloggst, dann halte Ausschau nach Vorbildern, tollen Webseiten und aktiven Blogs.

9. Pflege Kontakte auch außerhalb deiner Blogger-Bubble

Kontakte sind Gold wert. Pflege deine Kontakte und knüpfe neue. Es geht dabei gar nicht darum sich mit allen Kontakten regelmäßig zum Bier zu treffen, auch wenn das auf Messen, Events oder Kongressen durchaus Spaß machen kann.

Du wirst es aber mit einem gut gepflegten Netzwerk leichter haben Besucher auf deinen Blog zu bekommen, Co-Autoren zu finden oder den passenden Dienstleister, nach dem du in Zukunft vielleicht suchst.

10. Netzwerk in sozialen Netzwerken auf- und ausbauen

Wenn deine Reichweite steigt, erhöht sich auch die Anzahl der Menschen, die mit dir Kontakt aufnehmen und halten wollen. Dabei solltest du den Leser:innen die Entscheidung überlassen, welcher Weg das ist: E-Mail Newsletter, Facebook Gruppe oder Telegram Kanal?

Alles möglich – nicht immer muss alles sein. Wähle die Kanäle die zur dir und deiner Zielgruppe passen. Ein E-Mail-Newsletter ist die Pflicht – Instant Messenger die Kür.

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Jeden Tag werden E-Mails mit den neusten Blogbeiträgen verschickt. Einige Nutzer machen von diesem Service gebrauch.

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Geld, Geduld und Genügsamkeit

Mit wenig zufrieden sein, wenig erwarten und sich über jeden Fortschritt freuen. Wer das schafft, der hat viel Freude mit dem Betrieb eines eigenen Blogs.

11. Konzentriere dich nicht auf das Geld

Beim Start eines Projektes an das Geld zu denken ist nicht schädlich. Je nach Ziel muss dieses Thema sogar vor der Gründung analysiert werden. Soll dein Blog nur ein Hobby sein oder träumst du davon von diesem einmal Leben zu können? Wenn letzteres der Fall ist, dann wähle auch ein Thema das sich gut monetarisieren lässt.

Doch während des Schreibens deiner Artikel, dem Entwurf deiner Webseite und dem Pflegen von Kontakten – da solltest du das Geld erst einmal aus dem Blick verlieren. Erschließe zuerst deine Zielgruppe, baue eine Community auf. Kalkuliere 6 – 12 Monate ein, bevor du mit den ersten, größeren Maßnahmen beginnst!

12. Übe dich in Geduld, die Mühlen bei Google mahlen langsam

Du schreibst einen Artikel, steckst Herzblut hinein und freust dich auf die Veröffentlichung. Und dann passiert erst einmal nichts. Lange passiert nichts. Google kennt weder dich, deine Domain noch Absichten. Und um die Suchenden vor potenziell betrügerischen Webseiten zu schützen wird erst einmal getestet. Ganz langsam wird deine Webseite die ersten Impressionen erhalten. Es wird getestet: Ist es das, wonach gesucht wird?

Irgendwann kommen auch die ersten Klicks. Erst vereinzelt, dann hast du jeden Tag einige wenige Besucher. Bleibe am Ball – denn Beiträge die du heute schreibst sorgen morgen für Besucher. Wenn Texte gut sind, dann kommen auch Besucher. Und wenn es die richtige Zielgruppe ist, dann kommen sie auch wieder.

13. Freue dich über die kleinen Erfolge deines Blogs, jeder einzelne Link zählt

Ein neues Projekt im Internet ist wirklich mühselig. Niemand kennt es, kaum einer hat darauf gewartet, du willst es aber trotzdem unter die Leute bekommen. Ich empfehle dir deshalb: Freue dich über jeden Link und jede Rückmeldung, die dir sagt, dass das was du machst toll ist.

Aus diesen Komplimenten solltest du Motivation ziehen: Es bedeutet nämlich dass du auf dem richtigen Weg bist. Wenn du dich erst über 1.000 Euro freust, wirst du es vermutlich nie dorthin schaffen. Freue dich über 10, 50, 100, 250, 500 und 750 Euro, dann sieht die Welt schon anders aus.

14. Du musst nicht den besten Blog betreiben – er muss nur anders sein als die Konkurrenz

„Damals hätte ich einen Blog zum Thema XY starten sollen, da hätte da noch funktioniert!“ – solche oder ähnliche Sprüche hört man im Internet recht oft. Es ist jedoch eine Fehlannahme zu glauben, dass das Projekt damals ohne Arbeit und Schweiß erfolgreich geworden wäre.

Jeden Tag ist der richtige Tag mit etwas anzufangen, was du schon länger geplant und vorbereitet hast. Du musst nicht den besten Blog betreiben, den Springer-Verlag ablösen und Kolumnen so gut schreiben, dass der Spiegel morgen anruft – du musst nur deinen Blog schreiben.

Im besten Fall ist er besser, moderner oder innovativer als der von der Konkurrenz. Manchmal genügt es aber dass DU die Artikel schreibst. Erst so wird du vom Blog-Anfänger zum Profi.

Du musst nicht schneller schwimmen als der Hai. Du musst nur schneller schwimmen als die anderen Fische.

15. Lerne als Blog-Anfänger mit Kritik, Kommentaren und Krawall umzugehen

Es gibt Situationen, in denen macht es Sinn die Kommentarfunktion auszuschalten: Dein Blog wird bei Google News gelistet oder deine Zielgruppe schreibt keine Kommentare? Kein Problem. Doch falls du dazu motivierst Kommentare zu schreiben, solltest du es von Anfang an nicht persönlich nehmen.

Wer mit WordPress arbeitet, der muss Kommentare moderieren. Es gibt zu viel Spam da draußen, so dass eine ungeprüfte Freischaltung zu riskant ist. Die ein oder andere Beleidigung kann sich aber in die Kommentare schleichen.

Als Blog-Anfänger können die ganz schön weh tun. Löschen und weitermachen ist hier die Devise. Falls du in sozialen Netzwerken unterwegs bist, so solltest du dich dort auf etwas mehr Gegenwind gefasst machen. Vergesse nicht: Du zwingst keinen deinen Blog zu lesen!

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Dies Auszahlungssummen des hier aufgelisteten Partnerprogramms reichen zwar nicht zum Leben, doch holen sie die Kosten für Webhosting, E-Mail Service und kostenpflichtige Plugins wieder rein.

Verlinken, Spaß & Design

Als Blogger bist du Teil des Internets. Dabei gehen nicht nur Links auf deine Webseite – zögere nicht auch andere Blogs und Webseiten zu verlinken. Auch das Überarbeiten deines Designs sollte dir grundsätzlich Freude bringen.

16. Das Internet lebt von Links – belebe es

Wenn du einen Link setzt, dann verlierst du Besucher? Es gibt tatsächlich Unternehmen, die das leider so sehen. Doch du als Blog-Anfänger solltest dir daran kein Vorbild nehmen. Setze Links, wann immer du denkst dass dieser deinen Lesern behilflich sein kann.

Auch wenn es darum geht Besucher möglichst lange von deiner Webseite zu überzeugen, so förderst du das nicht dadurch, dass du keine Links setzt und die Leser alles erneut recherchieren müssen. Bitte Hilfe, Mehrwerte und eben auch gute Quellen!

17. Verliebe aber verirre dich nicht in das Design deiner Webseite

Hier noch ein Farbverlauf, hier ein Balken und dort etwas weniger von der Animation. CSS oder sogar Themes die wie ein Baukasten funktionieren (z.B. Elementor) können viel Zeit verschlingen. Auf dem Weg zum perfekten Design verliert man jedoch häufig das aus dem Auge worum es eigentlich den: Der Inhalt!

Schaffe also ein Design, dass dir grundsätzlich gefällt. Dich stört etwas? Dann entferne oder verbessere es. Zusätzlich Funktionen, tolle Features oder Animationen die dir gefallen sind aber leider häufig vergebene Liebesmühe. Manchmal wirkt es abschreckend und manchmal findest nur du die Animation toll. Beim Design is manchmal weniger mehr. Für die ersten Monate konzentriere dich auf einen minimalistischen Ansatz.

18. Investiere deine Zeit in Content – denn das ist es was Besucher bringt

Ein Blogger bekommt Besucher durch Beiträge – nicht durch Design. Selbst ein Design-Blog sieht aus wie ein Blog eben aussieht. Es zählen schließlich die Inhalte (siehe Designtagebuch.de). Konzentriere dich als Blog-Anfänger darauf eine Routine beim schreiben von Blogbeiträgen zu etablieren.

So schaffst du es mehr Blogbeiträge zu schreiben. Mein Ansatz ist dabei stets: Ideen sammeln, Sekundär-Literatur und Quellen finden, andere Artikel zu dem Thema lesen, Überschriften entwerfen, Stichpunkte formulieren, Stichpunkte ausschreiben, Beitragsbild erstellen, Beitrag gegenlesen, veröffentlichen. Das ist mein Prozess – entwickle ruhig deinen eigenen.

19. Sei stets kooperativ – nehme aber nicht jede Kooperation an!

Wenn dein Blog ein paar Monate alt ist, du noch Blog-Anfänger bist und ein Kontaktformular bereitstellst, dann werden sich die ersten Personen an dich wenden, die einen Beitrag bei dir veröffentlichen oder einfach nur einen Backlink haben wollen. Manchmal gegen Geld, manchmal gegen andere Leistungen wie z.B. den Zugang zu der Software die beworben wird.

Meine Empfehlung an der Stelle ist: Nein. Nehme Abstand von solche Angeboten. Ganz gleich ob online Casino, Cannabis-Kapseln oder Elektro-Zigaretten – mit der Veröffentlichung solcher Beiträge zerschießt du mit einem Schuss deine Authentizität.

Zwar fühlen sich die 50 oder 100 Euro gut an, doch oft passen Themen weder thematisch noch inhaltlich. Weder zu dir, noch zu deinem Blog. Advertorials oder Adverticles sollten dabei stets gekennzeichnet werden. Von dem Verkauf von Backlinks rate ich dir vollständig ab.

20. Habe unbedingt Spaß an dem was du tust – es ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches bloggen

Der wichtigste Tipp um langfristig erfolgreich zu sein (du definierst dabei was erfolgreich ist) solltest du als Blog-Anfänger durchhalten. Ein Blog lebt davon regelmäßig gefüllt zu werden. Ganz gleich also ob du Geld verdienen oder bloß Leser:innen haben willst – durchhalten ist die Devise.


Vielen Dank, dass du den Blogbeitrag bis zum Ende gelesen hast!

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