Affiliate Marketing – das steckt hinter dem Erfolgsmodell!

Das Affiliate Marketing ist mittlerweile eine fester Begriff in der Vertriebswelt des Internets. Doch was steckt dahinter, wer profitiert davon und warum zahlen Unternehmen teilweise lebenslang für Kunden die über Klicks anderer Webseiten kommen?

Auf die veröffentlichte Software oder das neu gegründete Unternehmen hat die Welt keineswegs gewartet. Ohne Beiträge, Bewertung und Erfahrungsberichte geht oft nicht viel. Das Affiliate Marketing löst dieses Problem – Besucher, Affiliate und Händler profitieren gleichermaßen von diesem System.

So funktioniert affiliate Marketing im Internet

Das internetbasierte Provisionssystem stammt vor allem aus den USA. Wer hierzulande von Affiliate Marketing spricht, der kann es auch Empfehlungsmarketing bezeichnen. Zuvor muss sich der Affiliate an einem Partnerprogramm bewerben. Es gibt also jemand der empfiehlt Produkte eines anderen Anbieters für eine Zielgruppe.

Für die Vermittlung eines Verkaufs erhält der Affiliate dann eine Provision. Die Höhe der Provision unterscheidet sich stark und ist teilweise abhängig von Produkt und Branche. Ein sehr bekanntes Partnerprogramm wird von Amazon betrieben. Die gezahlten Vergütung sind transparent aufgelistet.

Amazon Partnerprogramm - Provisionen
Die Höhe der Provisionen, die von Amazon gezahlt werden, unterscheidet sich von Kategorie zu Kategorie und berücksichtigt, ob der Klick qualifiziert oder unqualifiziert war. (Stand 01/2021) Quelle:amazon.de

Was unterscheidet affiliate Marketing von anderen Werbemöglichkeiten?

Das Affiliate Marketing macht sich erst dann bezahlt, wenn auch ein Kauf zustande kommt. Das zeichnet diese Marketingmodell aus. Es ist also erfolgsbasiert. Und vor allem deshalb auch so erfolgreich: Denn der Kunde findet sein Produkt, es fließt somit Geld zum Anbieter dieses Produktes, womit dieser im gleichen Zuge auch den Affiliate für seine Empfehlung bezahlen kann.

Der einzige der in Vorleistung gehen muss ist dabei der Affiliate – denn er muss seine Zielgruppe erst aufbauen oder es möglich machen diese zu erreichen. Das kann z.B. mit einer Webseite in Form einer Nischenseite geschehen.

Kreislauf affiliate marketing
Das Affiliate Marketing ist ein Kreislauf. Findet der Interessent da passende Produkt ist es eine Win-Win Situation. Quelle: Eigene Darstellung

Der größte Unterschied zu klassischer Werbung besteht also darin, dass die Auszahlung erst nach dem Kauf stattfindet. Bei Bannerwerbung wird nach Impressionen, also Einblendungen, und Klicks abgerechnet. Ob durch diese jedoch ein Kauf bzw. Verkauf zustande kommt spielt keine Rolle. Viele Webseitenbetreiber binden Werbung mit der Hilfe von Google AdSense ein.


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Wer mit Affiliate Marketing erfolgreich sein will, der muss seiner Zielgruppe Mehrwerte bieten!

Nun ist es so, dass bei einer ausreichend großen Zielgruppe stattliche Summen zusammenkommen können. Nicht ohne Grund pflegen der Stern, die Welt oder die Bild Unterseiten in denen Produkte empfohlen werden. Gute Rankings, viele Besucher und transparente Partnerprogramme stellen schließlich ein mögliches Finanzierungsmodell von Webseiten dar.

Dieses Ziel verfolgen auch Nischenseiten: Für ein Produkt oder eine Produktkategorie bei Suchmaschinen ganz vorne gelistet werden, um potenziellen Käufern eine digitale Produktberatung zu liefern. Der Klick auf den Affiliate Link sorgt dann dafür, dass der Betreiber der Webseite eine Provision erhält.

Diese Vergütungsmodelle gibt es beim Affiliate Marketing

Durch die unterschiedlichen Branchen und deren Produkte haben sich mittlerweile unterschiedliche Auszahlungsformate entwickelt. Im Softwarebereich ist das Abonnement-Modell beliebt während in einem online-Shop Produkte nur einmal gekauft werden. Die Anbieter der Produkte beteiligen Ihre Partner deshalb auch ganz unterschiedlich und reichen teilweise 40% der Erlöse an den Affiliate weiter.

Die einmalige, prozentuale Provision

Es wird ein Produkt empfohlen, es wird im online Shop gekauft – und der, der das Produkt empfohlen hat erhält nach der Kaufabwicklung (und meistens nach Ablauf der Umtauschfrist) eine einmalige Provision. Diese wird entweder auf den ganzen Warenkorb oder auf das einzelne Produkt bezogen. Die Höhe der Provision hängt also stark von dem Produktpreis und dem prozentualen Anteil ab. Das Partnerprogramm von All-inkl* – einem Webhoster – ist genau so strukturiert.

Partnerprogramm All inkl
Das Partnerprogramm von all inkl beinhaltet vor allem einmalige Provisionszahlungen. Quelle: all-inkl.com

Die einmalige, feste Provision

Nicht immer kaufen Kunden sofort etwas. Das wissen Produktanbieter meistens am besten. Ein Partnerprogramm anzubieten, das auf der Auszahlung von prozentualen Provisionen basiert, macht dann nicht immer Sinn. Kaum jemand wird sich für ein Partnerprogramm bewerben, das nicht vielversprechend ist. Vor allem wenn eine lange Zeit zwischen Registrierung und Kauf vergeht wird es zunehmend uninteressant für den Affiliate Marketer. Aus diesem Grund zahlen einige Unternehmen eine festgelegte Höhe an Provisionen für jeden registrierten Nutzer.

Die lebenslange Provision

Seit einigen Jahren gehen vor allem Anbieter von Software den Weg und zahlen eine Provision so lange aus, wie der geworbene Kunde bei Ihnen bleibt. Dieses Modell funktioniert besonders gut bei Produkten die im Abo gekauft werden. Eine „lebenslange“ Provision wird also dann gezahlt, wenn der geworbene Kunde auch ein leben lang der Kunde beim Produktanbieter bleibt.

Eine Kombination aus prozentualen, festen und lebenslangen Provisionen

Viele Teilnehmer:innen am Partnerprogramm führen in der Regel auch zu mehr Verkäufen. Um Affiliate Partner dazu zu bringen am Programm teilzunehmen können durch die Kombination der unterschiedlichen Varianten weitere Anreize geschaffen werden. So gibt es Produktanbieter die für eine Registrierung eine feste Summe zahlen (z.B. 5 Euro) und im Falle eines Produktverkaufs dann eine lebenslange Provision, so lange der Kunde beim Anbieter bleibt.

Alle Formate habe Ihre Vor- und Nachteile. So ist z.B. die lebenslange Provision i.d.R. niedriger im Vergleich zu der einmalig gezahlten. Doch werden die Summen über Jahre hochgerechnet, so können diese weit über den einmalig gezahlten liegen.

Empfehlung
Basierend auf der eigenen Zielgruppe sollten passende Partnerprogramme ausgewählt werden. Dabei sollte nicht nach der Auszahlung sondern nach den Produkten geschaut werden die selber genutzt oder zumindest benutzt worden sind. Wer bloß Produkte empfiehlt weil diese eine Hohe Auszahlung bringen macht am Ende nur sich glücklich – und das auch nicht lang, denn die Zielgruppe bleibt irgendwann aus.

Was zeichnet ein gutes Affiliate Programm aus?

Zahlreiche Produktanbieter wissen den Mehrwert von Empfehlungsprogrammen zu schätzen. Doch wie lassen sich vertrauenswürdige Partnerprogramme erkennen? Diese Tipps können helfen:

  1. Welches Produkt wird angeboten?
    Im Fokus vom Affiliate Marketing stehen natürlich Produkte und Dienstleistungen. Wer auf einem Blog für Bergsteiger plötzlich Beiträge für online Casinos macht, der läuft Gefahr seine Unabhängigkeit als Blogger zu untergraben und seine Zielgruppe zu verlieren. Jeder muss sich deshalb die Frage stellen: Passt das Partnerprogramm überhaupt zu mir? Das Casino-Partnerprogramm passt dann besser zu einem Poker Blog.
  2. Gibt es öffentliche Erfahrungsberichte?
    Dass sich im Internet Geld verdienen lässt ist kein Geheimnis. Der Wirtschaftsraum Internet bildet die finanzielle Grundlage für viele Unternehmen. Doch wie ist es um die Erfahrungswerte eines speziellen Partnerprogramms bestellt? Wenn das Programm mehrere Monate oder gar Jahre alt ist, dann finden sich bereits viele Erfahrungsberichte im Internet. Diese sollten zumindest gesichtet werden. Das Urteil darüber muss selber gefällt werden.
  3. Welche Werbemittel stehen zur Verfügung?
    Bilder, Banner und Links sind typische Werbemittel auf die ein Affiliate zurückgreifen können sollte. Unterschiedliche Formate und Größen sollten es dabei dem Werbetreibenden (Affiliate) also leicht machen die Produkte des Herstellers zu bewerben.
  4. Tracking von Klicks und Verkäufen im Dashboard
    Mittlerweile gehört es zum Standard, dass der Werbetreibende Login-Daten vom Produkthersteller bekommt um sich in ein Dashboard für Werbetreibende einzuloggen. Dort sollte ersichtlich sein, wie viele Klicks und Verkäufe in einem bestimmten Zeitraum zustande gekommen sind. Da die Erstellung und Pflege dieser Plattform zeit- und kostenaufwändig ist, gibt es Plattformen die dieses Problem lösen. Das ermöglicht es auch kleineren Unternehmen oder Selbstständigen von Partnerprogrammen zu profitieren.
  5. Transparente Auszahlungstage und Währungen
    An Partnerprogrammen nimmt man als Affiliate teil, da ein gewisser wirtschaftlicher Zweck dahintersteht. Vor der Bewerbung an einem Partnerprogramm sollte für jeden deshalb ersichtlich sein in welcher Währung die Provision gezahlt wird, wie hoch die Mindesthöhe der Auszahlungssumme ist und wohin das Geld überwiesen werden kann. Die meisten Programme zahlen entweder in Euro oder US-Dollar aus. In der Regel sind Auszahlen ab 10, 25 oder 50 Euro möglich. Affiliate-freundliche Auszahlungsmethoden sind das Bankkonto oder der Paypal Account. In manchen Fällen können das auch Gutscheine sein – sie sollten es aber nicht ausschließlich sein!

Stets fair und transparent bleiben!

Mit der Teilnahme an einem Partnerprogramm stimmt man auch immer deren Teilnahmebedingungen zu. Auch wenn AGB und die Datenschutzerklärung oft überlesen werden, so sollten die Teilnahmebedingungen von einem Partnerprogramm unbedingt gelesen werden. Darin werden Punkte erlaubt bzw. verboten, die den Einsatz von Links, Bannern und anderen Werbemitteln erleichtern oder erschweren können. Diese Punkte sollten unbedingt beachtet werden:

  • Darf ich die zu bewerbenden Produkte selber, bei z.B. Google, bewerben?
  • Darf ich die Links hinter eigenen Links verstecken?
  • Darf ich Links und Werbemittel auf Website, Newsletter und Social Media einsetzen?

Diese Fragen werden in der Regel in den Teilnahmebedingungen beantwortet und sollten durchgeschaut werden. Ein Verstoß kann mindestens zu einer Verwarnung, wenn nicht sogar zu einem Ausschluss am Programm führen.


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