Braucht meine Webseite einen eigenen Server?

Brauch ich für meine eigene Webseite einen Server? Server ist nicht gleich Server – und gerade für Anfänger gibt es Alternativen die preiswerter und angemessener sind!

Dabei gibt es zwar die Option einen Server zu kaufen oder zu mieten. In den meisten Fällen gibt es aber andere Produkte die gerade zum Start eines Projektes im Internet mehr Sinn machen. Sprechen wir über die Vor- und Nachteile!

Ein eigener Server – was bedeutet das eigentlich?

Wer in den eigenen vier Wänden einen Server stehen hat, der hat seine Daten unter Kontrolle und im Blick. Dafür ist jedoch Know-How nötig. Gerade wenn der Server für andere über das Internet erreichbar sein soll. Das ist auch der Fall, wenn die Webseite von fremden und beliebigen Personen abgerufen werden kann.

Dabei muss man sich mit dem Routing von IP-Adressen beschäftigen, im optimalen Fall sogar eine statische IP-Adresse benutzen. Dazu ist mit einer hohen Anzahl an Spam-, Phishing und fremden Login Versuchen zu rechnen. Wer von der eigenen Webseite lebt, der muss Maßnahmen ergreifen dieses Risiko zu reduzieren.

Doch neben diesen harten Faktoren gibt es weitere Punkte, die gegen ein Hosting in den eigenen vier Wänden sprechen:

Die Ladezeit des eigenen Servers

Gerade die Ladezeit einer Webseite ist der Knackpunkt im Internet. Braucht das System ausgesprochen oder sogar überdurchschnittlich lang bis Daten erfolgreich heruntergeladen sind, springen zahlreiche Besucher:innen ab. Das erhöht die Bounce Rate bei Google und verschlechtert das Ranking.

In dem Augenblick, in dem die Webseite über eigene Hardware im Netz bereitgestellt wird, kann man sich von der Leistung her mit einem Rechenzentrum vergleichen. Das ist nämlich die Alternative. Für einen überschaubaren Preis pro Monat lässt sich dort ein Server mieten. Aber Vorsicht – allzu billig sollte der Hosting Dienst dann auch nicht sein.

Der eigene Server kostet häufig einen höheren zwei- bis dreistelligen Betrag im Monat. Die Preise fuer ein shared Hosting sind niedrig
Viel Geld muss nicht ausgegeben werden um die eigene Webseite im Internet erreichbar werden zu lassen. Quelle: all-inkl.com

Mensch ärgere dich nicht – schlechtes Hosting meiden

Wer nur auf den Preis schaut, der hat, wenn er an seinem Projekt festhält, früher oder später ärger. Denn gerade bei Hosting-Anbietern die sehr wenig Geld pro Monat kosten, sparen an anderen Stellen. Häufig ist der Kundensupport nicht gut oder gar vorhanden. Aber auch der regelmäßige Ausfall von Systemen kann eintreten.

Berücksichtigt bei der Wahl des Hostings auch die Tatsache, dass die IP-Adresse eurer Webseite nicht ausschließlich eure ist. Günstige Hosting Anbieter werden von vielen Menschen für Webseiten genutzt, für die man nicht viel Geld ausgibt. Diese „Bad Neigbhourhood“ (weitere Informationen) kann für ein schlechteres Ranking sorgen, da die IP-Adresse nicht vertrauenswürdig ist.

Webseiten die unter der gleichen IP-Adresse laufen sind Nachbarn. Wenn diese Nachbarn gegen Richtlinien verstoßen wird auch die IP-Adresse bestraft. Ein Link und Backlink kann Nachteile im Ranking mit sich bringen.

Seriöse Anbieter detektieren schadhafte Webseiten oder solche, die gegen die Regeln verstoßen schnell und ergreifen Maßnahmen, damit die anderen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Diese Alternativen gibt es zum Server

Der preiswerteste Hosting Anbieter ist wie die Anschaffung von Server Hardware für das Betreiben einer einzelnen Webseite keine gute Idee. Doch welche Alternativen gibt es? Gerade für Anfänger lohnt sich der Blick – denn wer am Anfang die passende Entscheidung trifft, der erspart sich aufwändige Umzüge.

  • Shared Hosting
    Beim Shared Hosting wird der Server mit teilweise hunderten Nutzern geteilt. Das teilt die Kosten auf, schränkt aber auch die Performance wie auch Zugriffsmöglichkeiten ein. Ob es sich beim Anbieter um einen Shared Hoster handelt steht oft im Produkt. So ist bei Raidboxes* der Mini-Tarif ein shared Hosting, die aufbauenden Tarife sind hingegen ein Managed-WordPress. Bei All-Inkl* sind es die Tarife Privat, PrivatPlus und Premium.

 

  • Virtual Server
    Wer höhere Anforderungen hat, der kann sich einen virtuellen Server mieten. Dieses System ist dann, auch neben anderen Systemen, auf einem leistungsstarken Server virtualisiert. Das hat erst einmal keine Nachteile. Die Isolierung des eigenen Systems sorgt für mehr Sicherheit und vereinfacht die Verwaltung. Die Kosten hierfür liegen oft höher im Vergleich zum shared Hosting. Der Konfigurations- und Wartungsaufwand ist jedoch höher.

 

  • Der Server im Rechenzentrum (Dedizierter Server)
    Wer einen Server nicht in den eigenen vier Wänden betreiben will, der kann sich diesen auch im Rechenzentrum mieten oder kaufen. Dann steht der Server unter einer IP-Adresse zur Verfügung und kann für die Bereitstellung einer Webseite, Anwendung oder andere, auch interne Zwecke genutzt werden. Ein Server im Rechenzentrum hat den Vorteil, dass die Schutzmaßnahmen wie Brandschutz oder gar eine Zertifizierung wie die ISO 27001 vorhanden sind. Zu Hause lassen sich diese Anforderungen nicht umsetzen

 

  • Cloudserver bzw. Cluster Hosting
    Wer leistungsstarke Webseiten betreibt, für den wird die Bereitstellung der Webseite auf einem Cloudserver bzw. Cluster Hosting interessant. Die Last zu bestimmten Stoßzeiten gezielt zu erhöhen sichert Einnahmen und gewährleistet Verfügbarkeit. Ein beliebtes Beispiel sind die online Shops von Start-Ups die in der Höhle der Löwen auftreten. Plötzlich wollen Tausende die Webseite besuchen – häufig bricht diese dann zusammen und ist nicht verfügbar. Auf die Verteilung der Last spezialisierte Unternehmen können die Verfügbarkeit der Webseite sicherstellen.

 

  • Gesponsertes oder kostenloses Hosting
    Damals war diese Variante noch sehr beliebt. Dabei haben sich die Betreiber ein Kürzel in der Domain gesichert oder diese nur unter eine Subdomain bereitgestellt. Auch wenn es auf den ersten Blick interessant ist, gerade beim Hosting zu sparen, so kann ich das ganz und gar nicht empfehlen. Wer ernsthaft ein Internetprojekt startet, der sollte an den 5 – 10 Euro pro Monat nicht sparen.

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Ab wann benötige ich meinen eigenen Server?

Jetzt haben wir einen Blick auf die Möglichkeiten geworfen eine Webseite bereitzustellen. Das richtige Hosting ist also das Fundament für die eigene Webseite. Ein eigener Server wird vor allem dann relevant, wenn das eigene Internetprojekt auf dem besten Weg ist erfolgreich zu werden und im Monat mehrere Tausend Besucher verzeichnet.

Dabei spielt die Last, die von den Besuchern ausgelöst wird, natürlich eine Rolle. Lesen diese nur Text und klicken Links? Dann wird man lange mit einem Shared Hosting auskommen. Doch wenn Videos abgespielt werden die auf dem gleichen System gehostet werden, dann kann es schwierig werden. Wenige Hundert Besucher genügen um ein geteiltes System in die Knie zu zwingen.

Daher muss auch immer das eigene Projekt individuell beleuchtet werden. Einen Server zu kaufen und diesen in den eigenen vier Wänden bereitzustellen kann ich nicht empfehlen. Ist ein WordPress System erfolgreich, so empfehle ich bei gleichbleibender, aber einer hohen Anzahl an Besuchern die Tarife von Raidboxes*. Meine Firmenwebseite läuft dort unter dem Pro Tarif. Trotz der 1.200 – 1.800 Besucher / Tag läuft die Seite sehr performant.

Ein eigener Server muss nicht sein - ein spezialisiertes Hosting ist oft die bessere Wahl.
Die Preise für das spezialisierte Hosting bei Raidboxes sind nicht niedrig. Doch die Performance ist gut. Quelle:raidboxes.com

Wer jedoch ein eigenes System, TYPO3 oder andere Systeme nutzt, der sollte Ausschau nach Produkten halten die „dedizierter Server“ oder „Managed Server“ beinhalten. Zusätzlich berücksichtigt werden sollte die Möglichkeit eine einzelne IP-Adresse für sich zu bekommen. So lässt sich negatives Ranking durch den „Bad Neighbourhood“ vermeiden.

Wie gehe ich beim Hosting von meinem Projekt im Internet vor?

Ich würde zuerst auf einen shared Hoster wie z.B. All-Inkl*. gehen. Hier sind zahlreiche Datenbanken erlaubt. Wer bereits einen Account hat, der kann häufig weitere Webseiten kostenlos hinzufügen. Ist das Projekt erfolgreich, so würde ich zu einem spezialisierten Anbieter (wie z.B. Raidboxes*) oder auf ein dediziertes System (virtueller Server) wechseln.

Nimmt die Last und die Anforderungen weiter zu, so müssen teurere Tarife, mehr Arbeitsspeicher und Rechenleistung gekauft werden. Die Optimierung der eigenen Seite sollte aber nicht vernachlässigt werden.

Vor einem aufwändigen Umzug sollten die Best Practices untersucht werden, die Ladezeit der Website und gegebenenfalls sogar das Theme gewechselt werden. Umso kleiner das Theme, desto weniger Daten müssen ausgeliefert werden. Das kann für eine Performance Steigerung sorgen.


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