Corona-Krise: Bessere Abschreibung für technische Geräte – was bringt das?

Die Corona-Krise ist für alle eine anstrengende Zeit – das Finanzministerium bringt nun den Vorschlag, die Abschreibung für technische Geräte statt über drei in einem Jahr abschreiben zu können.

Das hat steuerliche Vorteile und begünstigt Menschen die einen Laptop für berufliche Zwecke angeschafft haben. In diesem Beitrag will ich etwas genauer darauf eingehen, was das bedeutet.

Disclaimer: Dies ist keine Steuerberatung. Ich bin kein Steuerberater und gebe keine Beratung in Sachen Steuern. Welche Konsequenzen die Gesetzgebung für dich oder dein Unternehmen hat solltest du also von einem Steuerberater prüfen lassen.

Selbstständige und Unternehmen können von kurzen Abschreibungszeiten profitieren

Bisher war es so, dass Arbeitsmittel für mehr als 950 Euro nur über mehrere Jahre, in dem Fall drei, abgeschrieben werden konnten. Hinter der Abschreibung von Arbeitsmitteln versteht man z.B. die Anschaffung von einem Laptop.

Beim Jahresabschluss wirken solche Ausgaben steuermindernd, da Sie den Gewinn reduzieren. Schließlich wurde der Laptop angeschafft um die Arbeit durchzuführen. Doch wer nun einen Laptop für 1.200 Euro angeschafft hat, der musste die Summe bisher auf drei Jahre verteilen.

Der Einfachheit halber gehen wir davon aus, dass du den Laptop im Januar gekauft hast. Dann nimmst du die 1.200 Euro teilst diese durch 36 Monate und nimmst dann die Anzahl der Monate im verbleibenden Jahr. Das läuft aus 400 Euro pro Jahr hinaus.

Wenn du mit deiner Selbstständigkeit 15.000 Euro eingenommen hast, kannst du also nur 400 Euro die nächsten drei Jahre ansetzen. Steuerpflichtig wären jeweils 14.600 Euro. Weniger Steuern musst du natürlich zahlen, wenn du im ersten Jahr die volle Summe ansetzen könntest. Das würde nämlich heißen, dass du „nur“ 13.800 Euro versteuern musst. Und genau das besagt der Vorschlag des Finanzministeriums.

Der Finanzminister begründet diesen Schritt zurecht damit, dass die Hürde für Anschaffungen gesenkt wird und es dazu führen kann, dass die Digitalisierung vorangetrieben wird. Dia Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet, dass davon auch Arbeitnehmer:innen profitieren sollen, die ein neues Gerät für die Arbeit von zu Hause anschaffen. Deshalb sollte die Quittung für den Laptop unbedingt aufbewahrt werden.

PS. Wer von der Kleinunternehmerregelung gebraucht macht, der muss den Bruttopreis ansetzen.


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