Das Pareto-Prinzip im Alltag anwenden und profitieren!

Das Pareto-Prinzip hilft dir das richtige Maß an Zeit für Aufgaben zu finden. Als Selbstständiger im Internet kann man sich in manchen Aufgaben verrennen.

Schließlich kann man immer noch ein bisschen mehr tun, etwas länger arbeiten und so dazu beitragen etwas mehr Aufmerksamkeit zu bekommen was zu mehr Kunden führt?

In vielen Bereichen hat sich das Pareto-Prinzip oder die 80/20 Regel etabliert. Kurz und knapp besagt diese das 80% des Erfolgs durch 20% der investierten Zeit erreicht werden kann. Die Nachricht ist also klar: Weg vom Perfektionismus!

Vilfredo, Reichtum und Gemüse!

Nach Vilfredo Pareto wurde das Pareto-Prinzip benannt. Somit ist das erste Wort aus der Überschrift schon geklärt. Vilfredo hat eine spannende Sache herausgefunden: 20% der Bevölkerung besitzen 80% des Reichtums.

Aus heutiger Sicht keine neue Erkenntnis – doch Vilfredo vermutete, dass dieses Verhältnis auch in anderen Bereichen auftaucht: Und er behielt recht und fand heraus das 20% einer bestimmten Gemüsepflanzen 80% des Ertrages brachten. Daraufhin wurde das Pareto-Prinzip aufgestellt: 20% investieren, 80% erhalten.

Doch was bedeutet dass für die Selbstständigkeit? Nicht immer ist es leicht ein Ende zu finden. Gerade am Anfang der selbstständigen Tätigkeit packt einen die Euphorie – und die Tage können gar nicht lang genug sein. Wer im Internet selbstständig ist, für den ist es noch schwieriger – denn Besucher lassen teilweise Monate auf sich warten. Was man dagegen tun kann? Nur wenig, wenn man selber nicht bereits über die Möglichkeit verfügt eine hohe Reichweite zu besitzen. Es gilt jedoch sich in Geduld zu üben, mal einen Gang zurückzuschalten.

Das Pareto-Prinzip im Alltag einsetzen!

Für mich ein ganz klassisches Beispiel: Fleisch über Nacht in Marinade einlegen. Zwar schmeckt das Fleisch dann ein Mü besser, doch ein Teil der Arbeit muss am Vortag vorbereitet werden und es dauert. Da bevorzuge ich doch lieber die schnelle Marinade und stelle das Gericht im gleichen Atemzug fertig. Für mich das Pareto-Prinzip in der Praxis!

Pareto-Prinzip
Der erste Teil der Arbeit bringt die größten Effekte. Das sollte stets berücksichtigt werden bei Aufgaben – ganz gleich ob kurz oder lang!

Dabei sind die 80/20 nicht in Stein gemeißelt – es sollen aber vor zu viel Perfektionismus schützen. Denn ein Produkt, ein Artikel oder eine Grafik wird nicht 10x so gut, nur weil man das Zehnfache an Zeit investiert hat. Das spiegelt sich auch in der Kosten-Nutzen-Kurve wider.


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Die Kosten-Nutzen-Kurve im Detail

Wer sein Projekt in viele kleine Bereiche aufbrechen kann, der erkennt den Effekt des absteigenden Nutzens pro investierte Stunde. Kleinere Aufgaben, wie z.B. das Schreiben von Artikeln, werden innerhalb weniger Stunden erstellt. Und die meisten Wörter kommen in der Regel in der ersten, vielleicht auch noch in der zweiten Stunde zustande. In den darauffolgenden Arbeiten folgt die Erstellung von Bildern, das Setzen von Links und das Verteilen des Artikels.

Mit jeder Korrektur fallen Fehler auf, doch es werden immer weniger. Für einen Beitrag mit etwas mehr als 1.000 Wörtern benötigt ein geübter Blogger nur wenige Stunden. Nach drei Stunden kann, je nach Thema und Zielgruppe, ein Artikel stehen. Doch was passiert, wenn sechs Stunden investiert werden?

Die Sätze wirken runder, die Überschriften vielleicht etwas treffender. Die ein oder andere Liste kann noch eingebaut oder ein interessanter Artikel verlinkt werden. Doch längst nicht wird der Artikel deshalb „doppelt so gut“. Somit stellt sich die Frage: Wäre es nicht sinnvoller gewesen die Zeit zu nutzen um einen weiteren Artikel zu schreiben? Vermutlich.

Das Pareto-Prinzip in der Praxis – die unterbewusste Arbeitsweise

Seit nunmehr 5 Jahren blogge ich. Am Anfang war das Schreiben von Artikeln anstrengend. Viel wurde ausprobiert – am Ende sollte es immer der perfekt Artikel sein. Mittlerweile hat sich die Sicht geändert. Für Artikel wie diesen werden 2 – 3 Stunden fällig. Routinen und Erfahrungen aus der Vergangenheit beschleunigen den Prozess. Doch in einen Artikel verrenne ich mich nur noch selten.

Wenn ich zwar ein Thema spannend finde, beim schreiben aber merke: „Uff, ein Blogbeitrag ist eigentlich zu wenig, wichtige Themen werden nur angekratzt..“ dann wird das Thema auch mal kurzerhand weitergeschoben und etwas Spezielleres ausgewählt. Das Bloggen ist auf der einen Seite Hobby – auf der anderen dient es aber auch der Steigerung der Aufmerksamkeit für mein Unternehmen.

Bei vielen Aufgaben merkt man also schnell, dass die investierte Zeit bares Geld ist. Folgende Punkte sollten deshalb von jedem im Hinterkopf behalten werden:

  • Vermeide Perfektionismus
    Ewig am Text arbeiten oder das 100. Bild für Instagram schießen, wovon dann ein einziges ausgewählt wird. Perfektionismus ist keine gute Charaktereigenschaft. So einige Bewerbungsgespräche habe ich bereits auf dem Buckel. Dabei durfte ich die Seite des Chefs einnehmen. Mein Tipp: Perfektionismus ist keine versteckte Stärke als Schwäche.
  • Prioritäten setzen
    Was ist wichtig, was hat eine Deadline, was muss fertig werden? Ganz gleich ob es die Steuerunterlagen sind, der Projektbericht oder schlichtweg die bestellen Weihnachtskarten die rausmüssen. Es gibt Arbeiten die müssen erledigt werden weil Sie wichtig sind – und andere, weil sie dringend sind. Setze Prioritäten – das hilft!
  • Generalisten sind gute Selbstständige
    Von allem ein bisschen Ahnung haben hilft ungemein. Der Unterschied zwischen Vor- und Umsatzsteuer, die Nachteile von Photoshop, die Vorteile von Illustrator? Und so weiter. Warum oberflächliches Wissen aus unterschiedlichen Bereichen hilft? Man ist dann erst einmal in der Lage ineffektive Tätigkeiten überhaupt erst auszulagern. Denn wer mit der Selbstständigkeit startet, der hat wenig Zeit und Lust sich Photoshop in Perfektion beizubringen.

Details, Details, Details ..

Doch was wäre mit so einem schönen Prinzip, wenn es nicht auch Ausnahmen geben würde? Gruenderly ist aktuell noch sehr übersichtlich: Keine Menüführung, keine Guides, kein Mega-Menü, keine Kategorien. Es gibt also vieles, was es noch nicht gibt. Das liegt weder daran, dass ich nicht weiß wie es geht – es hat einen einfacheren Grund: Es macht aktuell wenig Sinn. Kategorien sind nicht gefüllt, Menüs sind leer. Da habe ich mich lieber der Perfomance und der Einhaltung der Best Practices gekümmert!

Auch wenn ich ziemlich genaue Vorstellungen darüber habe wie ein Menü gestaltet oder die Seitenleiste gefüllt werden kann, so verzichte ich ganz bewusst auf diese Arbeit und schreibe lieber Artikel wie diese. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt. Da werden die 2 – 3 Stunden nicht für einen Blog investiert, sondern dafür das Aussehen von dem Blog anzupassen. Ob die Zeit dann „verschwendet“ ist? Ich denke nicht. Diese Arbeit steigt aber erst mit einer steigenden Anzahl an Besuchern.

Das Fazit zum Pareto-Prinzip

Das Prinzip hilft vor allem sich nicht zu verrennen. Sich die Frage zu stellen „Was passiert, wenn ich noch weitere zwei, drei oder vier Stunden investiere. Wird das Produkt dadurch erheblich besser?“ kann helfen das Potenzial zu erkennen.

Dabei soll das Einhalten der 80/20 Regel keineswegs zu schlampigen Artikeln oder minderwertigen Produkten führen. Im Hinterkopf sollte aber abgewogen werden – denn neben begrenzten Monetären Mitteln auf dem Konto, die die Liquidität des eigenen Unternehmens oder Vorhaben sichern, ist auch die eigene Zeit begrenzt. Warum also nicht auch mit dieser bewusst umgehen?


Vielen Dank, dass du den Blogbeitrag bis zum Ende gelesen hast!

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