Elizabeth Holmes – Der Aufstieg und Fall einer Startup Ikone

Es gibt viele Gründungsgeschichten von Start-ups die interessant ist – die von Theranos und ihrer Gründerin Elizabeth Holmes ist aber einzigartig.

Sie war für eine Zeit lang der hellste Stern am Start-up Himmel des Silicon Valley. Elizabeth Holmes hatte eine Vision: Mit der Hilfe weniger Bluttropfen zahlreiche, mögliche Krankheiten voraussagen.

Kostengünstiger, schnell und hochinnovativ – zahlreiche Investoren beißen an. Doch das Start-up gibt es heute nicht mehr. Was ist passiert?

Elizabeth Holmes, Theranos und die Idee

Krankheiten früher voraussagen, eher behandeln und so auch Leben retten. Das war die innovative Idee hinter Theranos. Mit der Hilfe von nur einem Mikroliter Blut ganze 70 Untersuchungen durchführen: Weniger Schmerzen, weniger Blut, mehr Informationen.

Elizabeth Holmes ist die Geschäftsführerin und bricht für das Start-Up ihr Studium ab. Die im Jahre 1984 geborene US-Amerikanerin überzeugt zahlreiche Investoren von Ihrer Idee.

Es kommt sogar zu ersten Produkten die bei Partnerunternehmen ausgestellt werden. Zwischenzeitlich beschäftigte das Unternehmen um die 800 Personen. Zahlreiche Persönlichkeiten der vereinigten Staaten waren im Aufsichtsrat und haben mit Ihrem guten Namen hergehalten.

Doch es stellte sich schnell heraus: Die Ergebnisse der Blutuntersuchung stimmen nicht mit dem überein was versprochen worden ist. Teilweise werden sogar falsche Diagnose gestellt.

Zeitweise wurde das Vermögen von Elizabeth Holmes auf über 4,5 Milliarden USD geschätzt. Ein Vermögen das vor allem auf Ihren Anteil an dem Unternehmen Theranos zurückzuführen ist.

Doch die stimmen und die Kritik an dem Produkt sowie auch der Idee werden lauter. Informationen von ehemaligen Mitarbeitern bestätigen: Das Produkt hat nie zuverlässig funktioniert. Massive Kritik stellte sich ein. Endgültig geschlossen wurde das Unternehmen am 04.09.2018.

Wall Street Journal bringt den Stein ins rollen

Eine lange Zeit hat Elizabeth Holmes dafür gesorgt, dass kritische Stimmen an Ihrem Unternehmen verstummen. Eine geschickte Rhetorik und die Nachahmung von Steve Jobs hat Holmes dazu befähigt viele Investoren zu überzeugen und kritischen Fragen geschickt zu umgehen.

Doch der im Oktober 2015 veröffentlichte Artikel im Wall Street Journals war der Anfang vom Ende von Theranos. Die Zweifel am Bluttest wurden laut, die Funktionsweise und Zuverlässigkeit in Frage gestellt. Mittlerweile sind zahlreiche Strafverfahren im Gange. Eine Grand Jury hat Anklage gegen Elizabeth Holmes erhoben. Im Jahr 2021 ist mit dem Beginn des Verfahrens zu rechnen.


Verpasse keinen Blogbeitrag mehr!

Trage dich jetzt kostenfrei in die Gruenderlyste ein um keine Informationen mehr zu verpassen!


Elizabeth Holmes Vermögen & Einfluss

Das Time Magazin gibt jährlich die Liste de 100 einflussreichsten Menschen heraus. Dabei steht nicht im Vordergrund ob diese Personen gute oder schlechte Taten vollbracht haben. Holmes sichert sich in diesem Jahr einen Platz auf der Liste.

Durch die zahlreichen Investoren von Theranos steigt das Unternehmen in der Bewertung und so auch im Wert. Elizabeth Holmes hält die Hälfte an Theranos und profitiert so auch privat – zumindest so lange, wie das Start-Up existiert. Ihr Vermögen wird zeitweise auf 3,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Damit hat Sie Platz 360 der reichsten Menschen der Welt belegt.

Das Vermoegen von Elizabeth Holmes ist mit Theranos weg

Das Vermögen aus Ihrem Start-Up dürfte sich mittlerweile auf 0 US-Dollar reduziert haben. Der Fall von Elizabeth Holmes ist tief, denn im Falle einer Pleite erhält sie keine weiteren Gelder aus dem Unternehmen.

Doch dass der Betrug von Theranos von Anfang an geplant war wird oft diskutiert. Einige vermuten, dass die Versprechen zu hoch gegriffen waren und an einem Punkt eine Rückkehr nicht mehr möglich war.

Welche Konsequenz kann man aus dem Fall Theranos ziehen?

Start-Up Unternehmen leben von Ihrer Vision. Doch viele junge Unternehmen sind auch Luftschlösser. Hier hat es jemand geschafft ein Luftschloss für mehr zu verkaufen, als es ist. Es gibt für Gründer unterschiedliche Risiken – doch dieser Fall ist eine Ausnahme, auch wenn der Wirecard Skandal zeigt aber, dass es kein Einzelfall ist.

Bevor also Geld und Zeit in ein Unternehmen gesteckt wird, ist es empfehlenswert sich stets eigenständig zu erkundigen und vor allem skeptisch zu sein. Ideen, Produkte, Prozesse und Gründer:innen zu hinterfragen.


Vielen Dank, dass du den Blogbeitrag bis zum Ende gelesen hast!

Wenn dir die Informationen helfen oder dich vielleicht sogar motivieren, dann trage dich doch in die Gruenderlyste ein. Dann wirst du benachrichtigt, sobald ein neuer Beitrag erscheint.

Schreibe einen Kommentar