Freistellungsauftrag erteilen – bis zu 801,00 EUR im Jahr zusätzlich sparen!

Ein Freistellungsauftrag befreit das Finanzinstitut davon die Abgeltungssteuer inkl. Solidaritätszuschlag bis zu einer Grenze von 801,00 Euro abzuführen. Da diese 25% beträgt, rechnet sich das schnell.

Mit Neobrokern wie Trade Republic oder Scalable rückt der Handel mit Aktien in die Generation der Millennials bzw. der Generation Y. Einige verzeichnen Verluste, andere hingegen erzielen Gewinne. Bis zu 1.602 Euro haben Ehepage frei.

Aber auch etablierte Institute führen die Abgeltungssteuer ab. Schauen wir uns an, warum es sich lohnt einen Freistellungsauftrag zu erteilen!

Disclaimer: Ich bin kein Steuerberater. Die hier dargestellten Hinweise, Tipps und Empfehlungen sind keine steuerliche Beratung. Für Details wende dich bitte an deinen Steuerberater.

Freistellungsauftrag, die Steueridentifikationsnummer und weiteres!

Wer Kapitalerträge erwirtschaftet, ganz gleich ob diese aus Zinsen, Dividenden oder Aktien und Fondverkäufen stammen, der muss eine Abgeltungssteuer zahlen. Doch wie so oft gibt es auch hier eine Freigrenze.

Für eine Einzelperson beträgt diese 801,00 Euro. Wer also 801,00 Euro mit dem oben genannten Punkten verdient, der muss auf diese Summe nichts an den Fiskus abführen. Wer verheiratet ist, der kann die doppelte Summe, also 1.602 Euro, geltend machen.

Doch die Finanzinstitute sind dazu angehalten diese Abgeltungssteuer per se abzuführen. Mit 25% beträgt diese Summe ein Viertel der Erträge. Es können sogar noch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer hinzu kommen. Dann sind es sogar noch mehr. Es sei denn es existiert ein Freistellungsauftrag – dann kommen bis zu 801,00 bzw. 1.602 Euro bei dir an.

Seit 2011 benötigst du für den Freistellungsauftrag deine Steuer-ID. Diese aus elf Ziffern bestehende, persönliche Nummer hast du vom Bundeszentralamt für Steuern zugeteilt bekommen. Ohne Steuer-ID kein Freistellungsauftrag. Wenn deine Bank diese Nummer bereits kennt, dann geht die Erteilung noch einfacher von der Hand.

Doch wenn du einen oder mehre Freistellungsaufträge erteilst, dann solltest du unbedingt, gerade wenn dies bei unterschiedlichen Instituten ist, darauf achten dass der Betrag nicht überschritten wird. In diesem Fall kann es zu einer Ordnungsstrafe führen. Falls du in die Nähe des Bereichs kommst solltest du eine Liste mit den Einnahmen führen.

Jedes Jahr aufs Neue – regelmäßig den Freistellungsauftrag erneuern!

Der erteilte Freistellungsauftrag gilt immer für ein Kalenderjahr. Ist dieses abgeschlossen, wirst du erneut einen Auftrag erteilen müssen. Mach dir dazu am besten eine Notiz in deinem Kalender. Deine Finanzinstitute, Broker etc. kannst du dann mit einer bereits erstellten Vorlage mit der Freistellung beauftragen. Es ist auch möglich einen unbefristeten Freistellungsauftrag zu erteilen. Dann solltest du dir aber unbedingt notieren, wann du es bei welchen Instituten getan hast.

Berücksichtige auch alte Bausparverträge, VL-Sparkonten, Tagesgeldkonten und sonstige Formen der Geldanlage, an die du vielleicht nicht sofort denkst. Wenn du diese vergisst, dann hast du noch die Chance dir das Geld über die Einkommenssteuererklärung vom Fiskus zurückzuholen. Dafür füllst du den entsprechenden Bereich „Einkünfte aus Kapitalvermögen“ aus.


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Auch Kindern steht der Freibetrag zu. Ein Kinder Depot kann sich deshalb lohnen!

Das praktische an dem Freistellungsauftrag ist, dass dieser jeder Person zusteht. So kann mein Sohn selber noch kein Wort sprechen, verfügt aber bereits über ein Depot auf das regelmäßig Geld fließt. Die Kapitalerträge muss auch er bis zu einer Summe von 801,00 Euro nicht versteuern. Aber auch Rentner mit geringen Kapitalerträgen können sich so Arbeit ersparen und direkt von mehr Kapitalerträgen profitieren.

Die Möglichkeit einen Freistellungsauftrag zu erteilen sollte genutzt werden. Gerade dann wenn es Kapitalerträge gibt, diese aber noch nicht allzu hoch sind. Denn so landet das Geld ohne Abzüge direkt wieder auf dem Konto. Du hast also die Möglichkeit schneller mit dem dir zustehenden Geld zu arbeiten.

Mein Tipp ist: Erteile einen Freistellungsauftrag direkt bei Konto bzw. Depoteröffnung. So kannst du vermeiden, dass es zu nicht gewollten Zahlungen kommt. Denn das Institut führt die Abgeltungssteuer automatisch an das Finanzamt ab. Ich persönlich konnte den Freistellungsauftrag bei der comdirect Bank direkt aus dem persönlichen Bereich heraus erteilen. Bei meinem VL-ETF Depot hingegen musste ich einen unterzeichneten Brief versenden. Ungewöhnlich, aber auch ok.


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