Gewerbeanmeldung als Affiliate – das solltest du wissen!

Wer mit Partnerprogrammen durchstarten will, der sollte die Gewerbeanmeldung als Affiliate nicht vergessen. Wer eine Geschäftstätigkeit aufnimmt, die das Ziel hat Gewinn zu erwirtschaften, kommt also um den Weg zum Gewerbeamt nicht drumherum.

Warum die Gewerbeanmeldung schnell gemacht ist, die richtige Arbeit erst danach kommt und worüber man sich vorher Gedanken machen sollte? Das schauen wir uns in diesem Beitrag genauer an!

  • Ein Gewerbe muss (§14 Gewerbeordnung) angemeldet werden, sobald eine gewerbliche Tätigkeit aufgenommen wird
  • Anschließen bekommst du Post von diversen Ämtern und Organisationen
  • Mache dir unbedingt Gedanken darüber, ob du von der Kleinunternehmerregelung gebrauch machst

Wann muss man ein Gewerbe anmelden?

Wann ein Gewerbe angemeldet werden muss ist ziemlich klar in der Gewerbeordnung zu lesen. Dort steht in §14 nämlich, dass das Gewerbe angemeldet werden muss:

  • sobald eine gewerbliche Tätigkeit aufgenommen wird
  • sobald sich die geschäftliche Ausrichtung ändert

Es gibt noch mehrere Gründe für den Weg zum Gewerbeamt (Betriebsumlegung etc.), jedoch für die Gewerbeanmeldung als Affiliate sind die oben erwähnten Punkte interessant. Als kleiner Hinweis: Es gibt auch Berufe die keine Gewerbeanmeldung erfordern. Dazu zählt jedoch nur die kleine Gruppe der „Freiberufler“ (z.B. niedergelassene Ärzte).

Das Gewerbeamt – diese Unterlagen solltest du nicht vergessen!

Da wir in diesem Beitrag die Gewerbeanmeldung als Affiliate betrachten, ist neben dem Personalausweis nicht viel nötig. Dieses Geschäftsfeld unterliegt keiner starken Regulierung. Im Gegensatz zur Eröffnung von Spielhallen o.ä. sind z.B. höhere Auflagen zu erfüllen.

Es macht jedoch Sinn sich bei Kammern wie z.B. der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu informieren welche Pflichten und Kosten auf einen zukommen. Grundsätzlich kann auch der Kontakt zur Handwerkskammer (HWK) und ggbfs. zur Bundesagentur für Arbeit helfen. Doch mehr als ein Personalausweis ist selten nötig.

Die An- und Ummeldung eines Gewerbes kostet jedoch stets Geld. Am besten nimmst du etwas Bargeld mit – ich hatte bereits schlechte Erfahrungen gemacht. Dabei werden ca. 26 Euro für die Gewerbe An- und Ummeldung für Einzelunternehmen fällig. Etwas teurerer wird es bei juristischen Personen wie z.B. einer GmbH. Hier müssen ca. 33 Euro bezahlt werden.


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Das solltest du vor deiner Gewerbeanmeldung beachten!

Jetzt ist die Tätigkeit von einem Affiliate Business nicht davon geprägt, dass man von diesem von heute auf morgen leben kann. Für den Arbeitgeber spielt es jedoch eine Rolle ob nebenher gearbeitet wird. Deshalb sollten folgende Punkte unbedingt beachtet werden:

  • Arbeitgeber informieren
  • Arbeitsagentur informieren, wenn du aus der Arbeitslosigkeit heraus gründest
  • Rückwirkende Anmeldung ist möglich
  • Geschäftskonto – trenne privates und berufliches

Es hilft sich vorher im klaren darüber zu sein, wie viele Stunden pro Woche das Affiliate Business beanspruchen soll. Daran könnte der Arbeitgeber interessiert sein. Berücksichtige bitte, dass du bei einer Vollzeitbeschäftigung dazu verpflichtet bist deine Arbeitsleistung dem Arbeitgeber bereitzustellen.

Was geschieht nach der Gewerbeanmeldung?

Direkt nach der Gewerbeanmeldung passiert erst einmal wenig. Du hast nun die Möglichkeit zu verifizieren, dass du ein ordentlicher Gewerbetreibender bist. Mit deiner Gewerbeanmeldung kannst du dir nun z.B. den Zugang bei der Metro sichern. Aber auch das ein oder andere Partnerprogramm erfordert den Nachweis der geschäftlichen Tätigkeit in Form eines Gewerbes.

Nach einigen Tagen erhältst du jedoch den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ vom Finanzamt. Das ist ein wesentlich größeres Dokument als die Gewerbeanmeldung. Der aus meiner Sicht wichtigste Punkt ist die Frage nach der Kleinunternehmerregelung. Gerade wenn du in Sachen Buchhaltung nicht fit bist, kannst du den Organisations- und Verwaltungsaufwand reduzieren, wenn du Gebrauch von der Regelung machst.

Die Gründung einer GmbH wird öffentlich im Register geführt. Das ist ein Vor- und Nachteil zugleich. Den Nachteil bekommt man direkt zu spüren, denn zahlreiche unseriöse Institutionen schreiben einen an und wollen einem einen vollkommen unwichtigen Eintrag in einem 0815-Register kostenpflichtig anbieten. Dabei wird der Eindruck erweckt, dass es sich um das Handelsregister und eine öffentliche Institution handelt. Bereits mehrfach wird vor dieser Masche gewarnt!

Meine persönlichen Erfahrung beim Umgang mit der Gewerbeanmeldung

In der Vergangenheit habe ich bereis mehrere Gewerbe An- und abgemeldet. Gerade die Anmeldung von einem Kleingewerbe ist überschaubar. (Hinweis: Im eigentlich Sinne gibt es kein „Kleingewerbe“ – damit ist der Gebrauch der Kleinunternehmerregelung gemeint). Aber auch den größeren Schritt, nämlich die Gründung einer GmbH, durfte ich erleben.

Letzteres ist etwas aufwändiger, da hier ein Notar ins Spiel kommt, der den Gesellschaftervertrag und die Gründungsurkunde notariell beglaubigt hat. Das Verfahren ist tatsächlich etwas komplizierter und bedarf an der einen oder anderen Stelle die Beratung von z.B einem Steuerberater.

Doch die Angst vor der Gründung eines Einzelunternehmens ist unberechtigt. Wer unternehmerisch tätig werden will, der sollte an dieser Hürde nicht scheitern. Es ist etwas Bürokratie, die jedoch schnell überwunden ist. Wenn du deine Buchhaltung selber machst, dann musst du dich am Ende des Jahres noch einmal mit dem Jahresabschluss beschäftigt. Bei einer Einzelunternehmung die Gebrauch gemacht hat von der Kleinunternehmerregelung kann der Abschluss als Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt werden.

Damit du Einnahmen und Kosten leichter beziffern kannst, macht es Sinn darüber nachzudenken von Beginn an ein Geschäftskonto zu eröffnen. Dann hast du auf einen Blick was ein- und abgeht.

Häufige Fragen im Zusammenhang mit der Gewerbeanmeldung

Wie alt muss ich für die Gewerbeanmeldung sein?

Du kannst, sobald du mindestens 18 Jahre alt bist, dein Gewerbe anmelden und deine Geschäftstätigkeit aufnehmen. Wenn du bereits eher tätig werden willst, benötigst du die Erlaubnis deiner erziehungsberechtigten Person. Wenn du mit unter 18 Jahren eine GmbH gründen willst, dann muss die Geschäftsfähigkeit von einem Gericht festgestellt werden. Ein aufwändigerer Weg, der jedoch für mediale Aufmerksamkeit sorgen kann.

Ich betreibe meine Webseite nur als Hobby und will die laufenden Kosten mit Affiliate Marketing decken – brauche ich trotzdem eine Gewerbeanmeldung?

Ja, auch dann muss du eine Gewerbeanmeldung als Affiliate vollziehen. Auch wenn du ein Nullsummenspiel erzielen willst, so erwirtschaftest du Umsätze und die Tätigkeit untersteht dann auch der Absicht einen Gewinn zu erwirtschaften. Dieser Punkt befreit dich nicht von der Pflicht.

Wann muss ich ein Gewerbe anmelden?

Im besten Fall wird ein Gewerbe angemeldet, wenn die Geschäftstätigkeit aufgenommen wird. Der gesetzliche Rahmen erlaubt aber einen größeren Spielraum. So kann das Gewerbe frühestens vier Wochen vor dem Start angemeldet werden. Der Rahmen, in dem ein Gewerbe rückwirkend gemeldet werden kann, liegt bei 60 Wochen. Dieser Zeitraum sollte jedoch nicht ausgereizt werden. Wird zu lange gewartet, kann es Bußgelder nach sich ziehen.

Mit welchen Kosten muss ich für eine Gewerbeanmeldung rechnen?

Die Kosten für die Gewerbeanmeldung sind stark abhängig von der Stadt in der man dies tut. So liegen die Kosten zwischen zehn und 65 Euro. In Hamburg gelingt die Anmeldung bereits mit 20 Euro. In München hingegen muss mit 50 Euro mehr als die doppelte Summe bezahlt werden. Die genauen Kosten sind abhängig von der Rechtsform. Ein Besuch der Webseite verrät, welche Kosten auf einen zukommen. Wer ein Gewerbe ummeldet, der kann mit geringeren Kosten rechnen. Eine Abmeldung ist kostenfrei und kann sogar per Brief erfolgen.

Was sind wichtige Angaben bei der Gewerbeanmeldung?

Bei der Gewerbeanmeldung als Affiliate ist der Punkt „Angemeldete Tätigkeit“ wichtig. Darüber solltest du dir auch vor der Anmeldung Gedanken machen. Was willst du tun – und wie drückst du dies am besten aus, ohne dass du in kurzer Zeit dein Gewerbe ummelden muss da sich die Geschäftstätigkeit geändert hat? Lege dir am besten 3 – 4 Sätze zurecht, die dein online Business am besten beschreiben.

Was für steuerliche Verpflichtungen habe ich mit der Gewerbeanmeldung und Tätigkeit?

Wer einen Gewerbe betreibt, der muss sich mit mehr Steuern als der Lohnsteuer beschäftigen. Das gute ist jedoch, dass diese erst bei Umsätzen eine Rolle spielen, zu denen man sich auch einen Steuerberater leisten sollte (Im Hinblick auf die Gewerbeanmeldung als Affiliate). Diese Steuern solltest du im Auge behalten und Rücklagen schaffen:

  • Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer
    Wenn du Gebrauch von der Kleinunternehmerregelung machst, dann musst du die Mehrwert- bzw. Umsatzsteuer zahlen, darfst Sie aber auch nicht von Rechnungen absetzen. Das vereinfacht vor allem die Buchhaltung und den Jahresabschluss – wenn du die Kleinunternehmerregelung nutzt. Steigt dein Umsatz auf über 22.000 Euro im Jahr (auch anteilig) dann kannst du die Kleinunternehmerregelung im Folgejahr nicht nutzen. Nach meiner Meinung macht es an der Stelle Sinn einen Steuerberater zu kontaktieren.
  • Einkommenssteuer
    Die Einkommenssteuer wird fällig auf die Einnahmen die du als Privatperson erzielt hast. Es gibt hier einen Freibetrag von 9.408 Euro. Wer diese Summe oder weniger verdient hat, der muss keine Einkommenssteuer zahlen. Mit steigenden Summen steigt auch der prozentuale Anteil an Steuer die fällig wird.
  • Gewerbesteuer
    Die Gewerbesteuer ist eine etwas komplexere Steuer. Die Höhe ist abhängig von der Kommune. Diese bestimmt den Hebesatz, der in die Berechnung einfließt.

Vielen Dank, dass du den Blogbeitrag bis zum Ende gelesen hast!

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