Das KISS-Prinzip – so einfach wie möglich ist gut genug!

Das KISS-Prinzip hat es in sich, ist weltweit bekannt und zieht sich durch fast alle Branchen. Aber was steckt dahinter, was kannst du daraus lernen und warum ist es vor allem zeitlos? Das schauen wir uns im Detail an!

Vorab: KISS steht für „keep it simple, stupid“. Das letzte „s“ wird manchmal auch „smart“ übersetzt. Doch ich bin der Meinung, dass das Prinzip besser rüberkommt, wenn das „stupid“ stehen bleibt. Aber Schritt für Schritt!

Designprinzip, Leitlinie oder Fragestellung!

Das KISS-Prinzip kann vieles sein. Du gestaltest eine Oberfläche und fragst dich ob weitere Elemente, Schaltflächen oder Unterseiten nötig sind? Dann kannst du dich fragen: Muss das sein und wird dadurch das Nutzererlebnis verbessert? Wenn nicht, dann solltest du dir eine andere Lösung einfallen lassen. So kannst du dem KISS-Prinzip folgen – denn am Ende willst du es möglichst einfach halten.

Doch das was so leicht klingt, nämlich Dinge weglassen um sie einfach zu halten, ist die Königsdisziplin. Viel kann jeder. Auch das Überladen von Oberflächen gelingt jedem. Doch der Grad zwischen „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ gelingt nur den wenigsten Personen.

Beispiel: WordPress Themes

Ein Beispiel an dem das KISS-Prinzip gut darzustellen ist, sind WordPress Themes. Es gibt Tausende Entwickler die ein Theme entwickeln. Und genau so viele Qualitätsstufen gibt es. Von Branchenfertigen bis hin zu minimalistischen Themes ist alles dabei. Ein Negativ-Beispiel aus meiner Sicht ist das Avada Theme. Es ist zwar über 500.000x verkauft worden, doch die Performance über Page Speed Insights lässt zu wünschen übrig. Doch das Theme will auch vieles unter einen Hut bringen und schlägt damit fehl. Viel besser hingegen ist es dem Theme Entwickler von GeneratePress* gelungen einen Kompromiss zu finden. Es ist schlank, bietet jedoch über Module die Möglichkeit der Erweiterung. Alles ist klar strukturiert und verständlich zu finden.

Das KISS-Prinzip im Alltag anwenden

Nun haben wir also gelernt, das viel nicht immer viel hilft. Das ist bei Texten, Themes, Berechnungen, Bewerbungen und vielen anderen Bereichen im Leben so. Vor allem aber erinnert das KISS-Prinzip daran sich nicht in Details zu verlieren.

Es ist wichtig zu schauen ob die Icons grundsätzlich passen, doch damit solltest du keinen Tag verbringen. Erstrecht nicht wenn deine Webseite relativ neu ist – dann ist es wichtiger Inhalte zu erstellen, die von deinen Leser:innen gelesen werden wollen.

Texte, Grafiken und Videos lassen sich also stets mit dem KISS-Prinzip im Hinterkopf entwickeln: Ist es möglichst einfach? Versteht jeder, worum es geht?

Gerade beim surfen im Netz, insbesondere bei neuen Blogs, fällt ein Problem auf: Regelmäßig neue Design, neue Schriftarten, unnötige oder überladene Animationen. Dabei ist an der Stelle oft weniger mehr.

Einer der erfolgreichsten IT- und Personal Blogs im Netz ist der von fefe. Wer den Blog aufruft, der glaubt zuerst sein Browser hat ein Problem mit der Darstellung. Doch dem ist nicht so. Der Blog verwendet nur das, was minimal nötig ist und zieht so trotzdem Aufmerksamkeit auf sich – denn der Inhalt wird gerne gelesen.

Das KISS-Prinzip schließt andere Design-Leitsätze nicht aus. So gibt es noch den Satz „Gutes Design ist so wenig Design wie möglich“ – und dieser ergänzt das KISS-Prinzip. Wer sich erfolgreiche Designs anschaut, dem wird es auffallen: Das zeitlose Bauhaus Design oder die Benutzeroberfläche von Netflix. Auch wenn es kaum vergleichbar ist, so ist es doch für jeden verständlich und intuitiv bedienbar – und genau dann werden die Leitsätze erfüllt.

Wenn also das nächste Projekt gestartet oder das letzte überarbeitet wird, dann kann man sich das KISS-Prinzip ruhig noch einmal genauer anschauen und die anstehenden Arbeiten mit diesem Leitsatz im Hinterkopf durchführen. Wer im Besitz einer Nischenseite ist und an der Nischenseiten-Optimierungs-Challenge teilnimmt, der hat eine sehr gute Gelegenheit dieses umzusetzen.


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