Ein gutes Live Webinar – diese 10 Punkte machen es erfolgreich!

Ein Live Webinar ist eine sehr gute Möglichkeit um die eigene Leserschaft und potenzielle Kunden kennenzulernen.

Doch das Format benötigt Vorbereitung und der Veranstalter läuft Gefahr das nur eine Handvoll Personen teilnehmen.

Damit sich der Vorbereitungsaufwand lohnt und sich die Investition in Technik lohnt gibt es einige Punkte zu beachten. Diese wollen wir uns in diesem Beitrag genauer anschauen.

Ein erfolgreiches Live Webinar – diese Fragen und Tipps helfen dir!

Ein Live Webinar erfüllt direkt mehrere Zwecke. Zum einen hat das Publikum die Möglichkeit dich besser kennenzulernen. Das gilt auch andersherum. Auf der anderen Seite kannst du etwas von deine Wissen teilen und auf weitere Dienste oder Produkte aufmerksam machen.

Grundsätzlich ist für das Durchführen von einem Live Webinar Technik notwendig. Da führt kein Weg dran vorbei. Doch nicht selten schießen viele mit dem Budget über das Ziel hinaus. Dabei kann zuerst geschaut werden, ob es überhaupt das passende Format für die Zielgruppe ist. Denn auch das Know How darf bei einem Live Webinar nicht zu kurz kommen.

Es gibt also einige Punkte zu beachten. Wollen wir diese mit ein paar Fragen im Detail klären.

1. Wo befindet sich deine Zielgruppe?

Hast du einen Blog, ein kleines Unternehmen oder informierst du deine Leser:innen über einen E-Mail Newsletter? Du solltest dir schon recht klar darüber sein, wo sich deine Zielgruppe befindet. In meinem Fall ist dies der Blog bzw. Webseiten generell. Zwar betreibe ich auch einen Newsletter, doch darin liegt nicht die Stärke.

Aber auch eine sehr erfolgreiche Facebookseite oder Instagram Account kann die Quelle für deine Besucher bzw. Teilnehmer sein. Wichtig ist aber, dass du eine dieser Quellen für dich erschlossen hast. Die Anzahl der Personen, die sich für dein Live Webinar eintragen, ist nämlich nicht hoch.

Tipp: Wenn der Werbeanteil in deinem Webinar hoch ist, dann kannst du auch Werbung schalten und so potenzielle Kunden gewinnen. Falsche Versprechungen/Behauptungen kommen jedoch nicht gut beim Publikum an. Deshalb solltest du darauf verzichten, auch wenn die Anzeige dann vermutlich besser funktioniert.

2. Was ist das Ziel von deinem Live Webinar?

Die Frage ist ziemlich wichtig: Denn beantwortest du eine Frage? Zeigst du Step-by-Step wie etwas funktioniert oder ist es einfach ein regelmäßiges Informationsevent? Es gibt dutzende Gründe, warum ein Live Webinar sinnvoll ist. Aus meiner Sicht lässt sich das Webinar nicht in jedem Fall mit einem Präsenz Seminar vergleichen.

Ein kostenfreies Live Webinar hat oft den Zweck (mehr) Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Aber auch um die Markenbekanntheit zu steigern eignet sich dieses Format. Auf ein neues Produkt aufmerksam machen? Auch dafür ist dieses Format gut geeignet. Vermeiden werden sollte jedoch alle Ziele auf einmal zu erfüllen.

Überlege dir, was es noch nicht gibt und wonach deine Zielgruppe sucht. Dafür kannst du auch Nutzerumfragen oder Einzelinterviews durchführen. In die Vor- und Nachbereitung von einem Live Webinar fließt viel Arbeit – du solltest deinem Ziel damit also schon näher kommen.

3. Welches Tool willst du benutzen?

Tools sind nicht alles – aber ohne Tools gibt es auch keine Webinare. Ein sehr bekanntes und beliebtes Tool ist Zoom. Der große Vorteil an der Software ist, dass hier zwei Formate angeboten werden: Meeting und Webinar. Das Webinar Format ist kostenpflichtig und bringt einige Stärken im Gegensatz zum Meeting Format mit:

  • Zoom stellt eine Seite für Registrierungen bereit
  • Eingeschriebene Teilnehmer:innen werden automatisch erinnert
  • Du erhältst Informationen und Statistiken über deine Veranstaltung
  • Die Zuschauer:innen können sich gegenseitig nicht sehen
  • Nur Diskussionsteilnehmer:innen können sich mit dem Referenten unterhalten

Hier wird also die Basis geschaffen um vor vielen Menschen zu reden, ohne dass dies zu Problemen führen kann. Die Einstellungen dazu kannst du ganz einfach in der Web Oberfläche einstellen.

Die Einstellungen zu deinem Live Webinar
Die Einstellungen zu deinem Live Webinar kannst du ganz einfach in der Web Oberfläche anpassen.

Google Meet, das aktuell Teil von Google Workspace ist, hingegen ist eine sehr einfache Software. Ein Webinar Format existiert hier nicht – doch wer ein Webinar für ein Unternehmen durchführt, der könnte mit dieser Software trotzdem besser fahren, da sie sehr unkompliziert ist zu nutzen.

Als Alternative zu Zoom gibt es noch GoToWebinar. Hier werden ähnlich viele Funktionen bereitgestellt. Ich habe jedoch sehr gute Erfahrungen mit Zoom gesammelt.

4. Welche Technik besitzt du bereits?

Ein Webinar zu optimieren – da kann viel Budget für bereitgestellt werden. Doch oft ist es gar nicht nötig – eine solide Webcam ist angebracht. Die im Computer bzw. Laptop installierte reicht in der Regel nicht aus. Alternative dazu können aber auch Digitalkameras oder Spiegelreflexkameras genutzt werden. Auch auf ein Mikrofon oder Headset sollte nicht verzichtet werden.

Ein Aufnahmeraum oder ein Greenscreen sind nicht immer notwendig – gerade im Büro herrscht in der Regel keine Unordnung im Hintergrund. Bei den bewährten Tools lässt sich aber auch der Hintergrund verschwommen darstellen. Auch dann ist das Problem bewältigt.

5. Welche Technik benötigst du noch?

Bevor große Anschaffungen getätigt werden, sollte darüber nachgedacht werden ob sich das Problem nicht auch mit bestehender Hard- oder Software lösen kann. So sind Bildschirmaufnahmen mit Quicktime (Standardsoftware unter macOS) möglich. Auch das Teilen des Smartphone Bildschirms kann mit Quicktime erledigt werden.

An der Stelle ist z.B. keine kostenpflichtige Software nötig. Ein weiteres Beispiel kann die Ausleuchtung sein. Studiolicht kann teuer werden – günstiger wäre an der Stelle ein Deckenfluter*, wo sich das obere Licht schwenken lässt. Auch so erhält man im Live Webinar eine sehr gute Ausleuchtung.

6. Was leistet deine Up- und Downloadrate?

Bevor sich die große Mühe mit dem Live Webinar gemacht wird, überprüfe zuerst deine Internetverbindung. Die Downloadrate ist dabei nur zweitrangig. Ungewöhnlich, denn eigentlich ist dies die wichtige Zahl. Anders aber beim Live Webinar: Hier ist die Uploadrate der Knackpunkt. Das kannst du einfach mit folgenden Tools testen:

  1. Speedtest by Ookla
  2. Fast.com von Netflix
  3. Speedtest Plus von Vodafone

Wenn diese unter 5 mbit/s ist, kann es beim Live Webinar knapp werden. Die Uploadrate sorgt schließlich dafür, dass das Bild und der Ton vom Referenten, also von dir, bei deinen Teilnehmer:innen landet.

Falls du zu Hause und im Büro keine geeignete Internetverbindung hast, schaue dich doch im Co-Working Space bei dir um die Ecke um. Die Büros dort haben nicht selten Seminar- oder Konferenzräume mit einer sehr guten Internetanbindung.

7. Interaktive Elemente – bereite Umfragen und Interaktion vor

Interaktive Elemente lockern die Stimmung auf. Bei einem Live Webinar das über 30 Minuten geht, kann es für Teilnehmer:innen und Referent anstrengend werden, wenn es keine Rückmeldung oder Kommunikation gibt. Bei einigen Tools lassen sich die Fragen vorbereiten und dann zu gegebener Zeit freischalten. Mögliche Fragen findest du mit AnwerThePublic heraus.

Damit man den Einsatz im Live Webinar nicht verpasst, macht es Sinn eine Platzhalterfolie einzutragen. So wird man automatisch an die Fragen erinnert und muss diese nur noch aktivieren. Bei Tools wie Google Meet ist die Funktion so einfach integriert, dass das Stellen einer Frage auch ad-hoc möglich ist.

8. Was geschieht nach dem live Webinar?

Jetzt hat das Live Webinar stattgefunden – und nun? Hier kommen wieder die gesetzten Ziele ins Spiel – was wolltest du denn mit der digitalen Veranstaltung erreichen? Wenn du die Anzahl an Newsletter Abonnenten steigern willst, dann solltest du während deines Webinars darauf aufmerksam machen.

Wenn du hingegen willst, dass die Teilnehmer:innen ein 1:1 Coaching bei dir buchen, dann solltest du das während der Veranstaltung an geeigneter Stelle platzieren und am Ende dazu aufrufen davon gebrauch zu machen.

Fasse am Ende von deinem Webinar nach, wie gut oder schlecht die Teilnehmer:innen die Veranstaltung fanden. Frage auch gezielt danach, wie der Anteil an Inhalt, Werbung, Interaktion ankam. Für mich ist bei Webinaren auch stets wichtig zu wissen, ob die Dauer zu kurz/zu lang oder optimal gestaltet war. Schaue aber vorher nach, ob dein Tool das nicht automatisch macht.

9. Know-How schlägt Verkaufspräsentation

Kostenfreie Webinare sind nicht selten pure Werbeveranstaltungen. Ich finde das schade, da ich gerade deshalb an vielen Veranstaltungen nicht teilnehme. Zu vergleichen ist das mit den kostenpflichtigen Vortragsslots auf Messen: Die werden eingekauft um Werbung für die eigenen Produkte zu machen. So kann man es natürlich auch bei einem Live Webinar machen – ist häufig jedoch zu plump.

Aus meiner Sicht gewinnt man die meisten Kunden dadurch, dass man diesen während eines Live Webinars Informationen liefert, die sonst nirgends oder nur schwer nachzulesen sind. Das können auf der einen Seite authentische Erfahrungsberichte sein – auf der anderen aber auch ein Live Workshop.

10. Regelmäßigkeit oder einmaliges Event?

Zum Schluss solltest du dir noch die Frage stellen, ob dein Live Webinar ein einmaliges oder wiederkehrendes Event sein soll. Zeitrahmen und Themen kannst du dir aussuchen. Wenn du jedoch jetzt schon absehen kannst wann das nächste Webinar stattfindet, so kannst du Teilnehmer:innen bereits heute darauf aufmerksam machen.

Bei den richtigen Inhalten, Themen und Tools kann es dir so gelingen von Webinar zu Webinar mehr und mehr Zuschauer:innen zu gewinnen.


Vielen Dank, dass du den Blogbeitrag bis zum Ende gelesen hast!

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