Page Speed Insights – Webseiten auf Best Practice prüfen!

In die Gestaltung, das Füllen und die Pflege von der eigenen Webseite kann viel Arbeit fließen – doch wer diese mit der Hilfe von Page Speed Insights von Google überprüft, der erhält erst einen Eindruck darüber wie viele der Best Practices denn erfüllt werden.

Dabei handelt es sich um die Maßnahmen die von Google empfohlen werden. Die Ergebnisse sind dabei oft erschreckend – nicht zuletzt, da sich viele Webseitenbetreiber auf schöne, aber unsauber programmierte Themes verlassen.

Page Speed Insights – Verwendung und Mehrwert

Das kostenfreie Tool von Google gibt es seit einigen Jahren und ist seitdem auch der treue Begleiter von Personen die regelmäßig Webseiten aufbauen oder neu gestalten. Dabei ist die Benutzung, typisch Google, denkbar einfach.

Eine Adresszeile zum eingeben der URL ist das einzige, was man auf der Startseite sieht. Der richtige Mehrwert der Webseite erschließt sich erst, nachdem eine URL eingegeben und analysiert wurde.

Startbildschirm von Page Speed Insights
Die Startseite von Page Speed Insights erlaubt lediglich das Einfügen einer URL. Quelle: developers.google.com

Wer nun die URL der eigenen oder eine andere beliebige einfügt und diese analysiert, der erhält nach wenigen Augenblicken zwei Werte dargestellt. Beide Werte reichen von 1 – 100. Dabei ist 1 das schlechteste und 100 der best mögliche Wert. Die Analyse von gruenderly bringt folgende Werte von Vorschein:

Page Speed Insights Ergebnis Gruenderly Desktop
Das Ergebnis der desktop Analyse von gruenderly.de
Page Speed Insights Ergebnis Gruenderly Mobil
Das Ergebnis der mobilen Analyse von gruenderly.de

Der erste Blick auf die Ergebnisse zeigt, dass die mobile Version schlechter bewertet wird als die Desktop Variante. Die Gründe für die Bewertung lassen sich nach der Analyse etwas weiter unten in Erfahrung bringen.

Page Speed Insighs - Details Mobil
Die Details der mobilen Analyse von gruenderly.de

Durch die „Ressourcen, die das Rendering blockieren“ wird das ganze Ranking also herabgesetzt. Die Einfärbung lässt das bereits erahnen. Die Anforderungen den mobilen Best Practices gerecht zu werden sind gefühlt höher im Vergleich zu der Desktop Bewertung.

Wie verbessere ich meinen Wert bei Page Speed Insights?

Jede Analyse von Page Speed Insights ist individuell. Da auf den meisten Webseiten jedoch WordPress zum Einsatz kommt, lassen sich folgende Punkte empfehlen, um den Wert bei Page Speed Insights zu verbessern:

  • So viel wie nötig, so wenig wie möglich
    Das bezieht sich vor allem auf die Verwendung von Plugins. Um manche kommt man nicht herum oder vereinfachen einem das Bloggerleben so erheblich, dass auf sie nicht verzichtet werden sollte. Doch mit der Zeit schleichen sich auch Plugins in die Installation, die nicht unbedingt langfristig benutzt werden. Jeder der eine WordPress Webseite betreibt sollte also regelmäßig schauen ob alle Plugins wirklich nötig sind.
  • Ein schlankes Theme auswählen
    WordPress stellt die Technologie bereit – das Theme entscheidet darüber wie die Seite beim Aufruf aussieht. Mittlerweile gibt es Hunderttausende Varianten und Möglichkeiten. Von Themes die ohne jegliche Programmierkenntnisse angepasst und gestaltet werden können bis hin zum minimalistischen Theme, bei dem viel selber gemacht werden muss.
  • Regelmäßige Updates durchführen
    Google gibt die Regeln vor wie Webseiten am besten strukturiert und aufgebaut sein sollten. Diese Position hat Google, da die eigene Webseite in den Suchergebnissen gezeigt werden sollen. Es besteht also ein Interesse diese Regeln bzw. Best Practice umzusetzen. Google hat mittlerweile erkannt, dass die meisten Seiten auf WordPress laufen. Regelmäßig sollten deshalb gerade die großen Updates von WordPress durchgeführt werden.

Es gibt aber auch Tipps, die jede Webseite umsetzen sollte:

  1. Minimierung von CSS und HTML Dateien
  2. Caching ermöglichen
  3. Schnelle Ladezeigen durch optimierte Dateien

Viele der Anforderungen können durch Plugins gelöst werden. Viel hilft aber an der Stelle nicht viel. Einige wenige Plugins reichen aus um die Performance der Webseite zu steigern. Ich setze gerne Autoptimize oder WP-Rocket ein. Letzteres ist kostenpflichtig, lohnt sich aber für den Einsatz für wichtige oder große Projekte.

Wer diese Tipps umsetzt, der hat gute Chancen darauf seinen Score bei Page Speed Insights schnell in die Höhe treiben zu können. Nach der Umsetzung dieser Tipps sehen die Werte für gruenderly wie folgt aus:

Mit der Hilfe einiger weniger Maßnahmen konnten beide Werte im grünen Bereich gefestigt werden. Gerade die Desktop Variante wird mit 99/100 Punkten den Best Practices von Google gerecht. Aber auch 93/100 Punkten bei der mobilen Version sind akzeptabel. Nicht selten haben Webseiten, die Themen abseits der Technik behandeln, solche Scores:

Schlechtes mobiles Ranking - Kochseite
Das Ergebnis einer Page Speed Analyse von einem Kochblog.

Das Problem bei dem negativ Beispiel kommt durch die Verwendung eines völlig überladenen Themes. Daran kann die Betreiberin auch wenig ändern – außer eben den Wechsel des Themes. Die ganze Webseite wäre z.B. mit dem GeneratePress erheblich leichtgewichtiger.

Tipp: Lasst euch nicht von den fehlenden Punkten ins Bockshorn jagen: Wenn eure Webseite im grünen Bereich ist, ist das vollkommen in Ordnung. Die Steigerung der letzten Punkte kann viel Know-How, Zeit und Energie in Anspruch nehmen. Der dadurch entstehende Mehrwert kann jedoch ausbleiben.


Verpasse keinen Blogbeitrag mehr!

Trage dich jetzt kostenfrei in die Gruenderlyste ein um keine Informationen mehr zu verpassen!


Je höher der Score, desto besser mein Ranking?

In Suchmaschinen ganz vorne zu ranken ist für viele Webseiten das Ziel. Doch ist das Ergebnis von Page Speed Insights dafür ein guter Indikator? Nur bedingt! Das negativ Beispiel von oben ist eine Webseite mit mehr als 1.5 Millionen Seitenaufrufen. Für viele Suchbegriffe wird einer der ersten drei Plätze bei Google belegt – für einen so schlechten Score eine ganz schön erfolgreiche Webseite.

Dieses Beispiel alleine lässt bereits vermuten: Wer einen schlechten Page Speed wert besitzt, der landet nicht automatisch auf den hinteren Plätzen. Genau das wurde im Rahmen von Studien untersucht und belegt. Doch ganz ohne Konsequenz sind auch die schlechten werte nicht. So hat lt. der Studie der Page Speed Insights Score einen Einfluss auf die Platzierung der Top 10 Ergebnisse. Im folgenden Video sagt Google jedoch, dass der „Content wichtiger als die Performance“ ist.

Was ist wichtiger als die Werte von Page Speed Insights?

In vielen Gesprächen, auch mit Google selber, ist die Ladezeit der Webseite einer der wichtigeren Faktoren für das Ranking in Suchmaschinen. Dabei kommen bei Page Speed Insights zwar grobe Verstöße zum Vorschein, z.B. durch lange Reaktionszeiten des Servers, doch konkret wird es erst mit anderen Werkzeugen. So bietet GTMetrix die Möglichkeit an die Geschwindigkeit der Webseite zu untersuchen.

GTMetrix - Startseite
Auch die Startseite von GTMetrix ist überschaubar. Lediglich eine URL muss eingegeben werden. Quelle:gtmetrix.com

Nachdem die URL zum analysieren eingegeben worden ist, dauert es einige Sekunden bis die Werte dargestellt werden. Diese Analyse unterscheidet sich von der von Google Page Speed Insights. Hier wird konkret geschaut, wie lange die Ladezeiten sind und wann welche Dateien geladen werden.

gruenderly Ergebnisse GTMetrix
Die Ladezeiten von gruenderly sind lt. GTMetrix vollkommen in Ordnung. Quelle:gtmetrix.com

Das Wasserfall Modell ist hilfreich um Dateien aufzudecken die besonders lange geladen werden und so die Nutzererfahrung (UX) einschränken. Hier geht es dann ins Detail.

Das Wasserfall Modell hilft die Ladezeit zu verbessern
Das Wasserfall Modell von gruenderly im Detail. Quelle:gtmetrix.com

Wann sollte ich den Empfehlungen folgen – und wann nicht?

Ein guter Page Speed Insights Score spricht also nicht zwangsläufig für bessere Rankings – denn der Inhalt der auf der Webseite dargestellt wird ist viel wichtiger. Google zieht für die Platzierung der Rankings mittlerweile über 200 Faktoren heran. Einer davon ist die Ladezeit – und dieser ist auch aus einem Grund wichtig: Nutzererlebnis. Wer eine Webseite aufruft, der sollte diese auch schnellstmöglich präsentiert bekommen.

Seitenladezeit ist entscheidend
Jede Millisekunde entscheidet beim Aufruf einer Webseite. Je schneller, desto besser! Quelle:t hinkwithgoogle.com

Wer also die Ladegeschwindigkeit der eigenen Webseite auf ein akzeptables Niveau gehoben hat (ca. maximal 3 Sekunden) der sollte sich anderen Punkten widmen. Ganz nach dem Pareto Prinzip sollte an der Stelle vorgegangen werden: 20% Aufwand für 80% Ertrag.

Wer die letzten Punkte rausholen will, der muss oft einen erheblich höheren Aufwand investieren – doch zu welchem Zweck, wenn der Inhalt passt? Viel Erfolg beim umsetzen!


Vielen Dank, dass du den Blogbeitrag bis zum Ende gelesen hast!

Wenn dir die Informationen helfen oder dich vielleicht sogar motivieren, dann trage dich doch in die Gruenderlyste ein. Dann wirst du benachrichtigt, sobald ein neuer Beitrag erscheint.

Schreibe einen Kommentar