Kann man von Nischenseiten leben?

Ab wann kann man von Nischenseiten leben? Diese Frage stellt sich wohl der ein oder andere, wenn es darum geht die erste spezialisierte Webseite zu erstellen, deren Ziel es ist zu informieren und Geld im Internet zu verdienen.

Und auch wenn es grundsätzlich möglich ist, so ist es keineswegs leicht, mal eben geschafft oder ohne viel Know-How zu bewältigen. In diesem Beitrag schaue ich mir an, was berücksichtigt werden sollte.

Wie hoch sollte das Einkommen sein?

Grundsätzlich ist es natürlich schwierig zu sagen wie viele Nischenseiten man betreiben muss um davon leben zu können. Der Verdienst einer Webseite ist unterschiedlich, genau wie die Ansprüche an den Lebensunterhalt.

Auch mit Berücksichtigung des Mindestlohns lässt sich nicht zuverlässig arbeiten, da auf Selbstständige noch weitere Kosten hinzukommen. Um trotzdem etwas Land zu gewinnen, gehen wir von einem „Wunschgehalt“ von 3.000 Euro Brutto aus. Dies ist jedoch weit von deinem tatsächlichen Gewinn entfernt. Kosten wie z.B.:

  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Rentenversicherung

und weitere Abzüge wie die Lohnsteuer und der Solidaritätszuschlag. Vielleicht kommt auch noch die Kirchensteuer und eine betriebliche Altersvorsorge hinzu. Für einen 30-jährigen ledigen Selbstständigen aus NRW (wichtig für die Kirchensteuer) bleiben am Ende ca. 2.000 Euro über.

Davon müssen dann Miete, Essen und weitere Kosten bestritten werden. Damit wird man nicht reich, es würde aber dazu führen, das man von Nischenseiten leben könnte.

Ist es realistisch von Nischenseiten leben zu können?

Nun kommen wir zu dem anderen Faktor: Der Nischenseite bzw. den Nischenseiten. Diese mehr oder weniger kleinen Webseiten informieren interessierte Nutzer über Produkte. Über Affiliate Links erhält man dann eine Provision. Es müssen im Monat also Provisionen i.H.v. 3.000 Euro zusammenkommen, um von den Webseiten leben zu können. Wer von der Kleinunternehmerregelung gebrauch machen will, der darf höchstens 1.833 Euro pro Monat verdienen.

Hinweis: Die Gewerbesteuer ist dabei noch unberücksichtigt, wird aber bei einem Jahreseinkommen von 36.000 Euro als Selbstständiger fällig, wenn keine außergewöhnlich hohen Ausgaben getätigt wurden.

Doch was verdient man mit den meisten Nischenseiten? Auch diese Frage lässt sich leider nur schwer beantworten bzw. ohne Umfrage nicht zuverlässig. Was sich sagen lässt ist jedoch, dass die größeren Verlage und viele vertrauenswürdige Webseiten mittlerweile auch Affiliate-Unterseiten haben und damit die vorderen Plätze in Suchmaschinen belegen. Gegen diese Konkurrenz ist es sehr schwierig anzukommen.

Eine Nischenseite so lange mit nützlichen Inhalten zu befüllen und zu optimieren, dass diese nach mehreren Monaten anfängt 50 – 100 Euro abwerfen ist auch für disziplinierte Laien eine zu bewältigende Herausforderung. Ausnahmen bestätigen die Regel – wer viele Nischenseiten aufbaut, der wird den einen oder anderen Hit oder Flop landen. So ist das mit Projekten im Netz.

Nehmen wir für unsere Berechnung die goldene Mitte mit 75 Euro/Monat/Nischenseite. Wer auf den ersten Plätzen landet, der könnte auch höhere dreistellige Einnahmen erzielen. Das kann mit etwas Glück, den richtigen Inhalten und Backlinks gelingen – das lassen wir für unsere Berechnung jedoch unberücksichtigt.

Wer nun im Kopfrechnen stark ist, der sieht bereits wie viele Nischenseiten nötig sind: 3.000 / 75 = 40. Das ist eine wirklich große Anzahl an Nischenseiten. Von einem reinen passiven Einkommen lässt sich auch dann nicht mehr sprechen. Und auch die Kosten für jede einzelne Webseite sind, je nach Hoster, unterschiedlich hoch. Bei All-inkl* lassen sich mehrere Projekte betreiben, bei Raidboxes* immer nur eines pro Box. Wer für jede Webseite ein anderes Theme einsetzen will, der sollte auch diese Kosten berücksichtigen. Das GeneratePress Theme muss hingegen nur einmal angeschafft* werden.

Die Kontrolle der Inhalte, die Verlinkung und Veränderungen nehmen viel Zeit in Anspruch. Zwar lassen sich Updates automatisieren, doch dies kann wiederum zu Problemen führen.

Wer das doppelte verdient, der brauch „nur“ 20 um von Nischenseiten leben zu können. Doch dreistellige, sichere Umsätze zu machen erfordert auch Arbeit – denn die Rankings müssen langfristig gesichert werden. Das gelingt mit neuen Inhalten, Backlinks und der Erfüllung der Google Standards.


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Authority Seiten anstatt Nischenseiten?

Eine Nischenseite ist oft, auch wenn nicht immer, produktbezogen. Es werden also Gegenstände im Detail erklärt und vielleicht sogar bewertet um dem Kunden eine digitale Kaufberatung zu liefern. Das ist der eine Weg. Der andere Weg ist der Aufbau einer sog. Authority Seite. Diese sind umfangreicher und behandeln ein Thema viel ausführlicher.

Um diese Art von Seiten zu betreiben solltest du dich für das Thema interessieren. Einige Beispiele für die Umsetzung solcher Seiten wäre z.B. „Ketogene Ernährung“ oder „Mountainbike Strecken in Deutschland“. Hier sind laufend neue Ergebnisse notwendig und der Leser erwartet auch Inhalte wie Rezepte, Touren oder andere Formate.

Eine stark ausgebaute Authority Seite mit einem Monatseinkommen von ca. 3.000 USD ist owntheyard.com und wird vom Autor von Nichepursuites betrieben. Das Thema dieser Webseite sind Spiele im Garten und Design Ideen. Die Texte sind teilweise extrem lang und umfangreich. Diese Seite ist jedoch noch nicht profitabel, da die Erstellung der Texte höher war als die bisherigen Einnamen.

Doch mit diesen Mehrwerten und Potenzialen hast du mehr Chancen Geld im Internet zu verdienen. Du bist nicht auf ein Produkt sondern auf ein Thema festgelegt und betreibst es wie einen Blog.

Ist der Traum von Nischenseiten leben zu können eine Illusion?

Es ist nicht unmöglich, der Weg dorthin ist aber weiter als von vielen auf den ersten Blick erwartet. Durchhaltevermögen, die richtige Recherche nach Nischen und das schnelle Schreiben von Texten sind hier Fähigkeiten, die dazu beitragen die oben genannte Anzahl an Webseiten auf die Beine stellen zu können.

Eine Alternative stellt sich durch die Authority Seiten dar. Aber auch diese spezialisierten aber stark ausgebauten Projekte erfordern viel Arbeit und Disziplin.


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