Was kostet eine Internetadresse?

Eine Internetadresse kann der persönliche Spielplatz im Internet oder das Fundament für das eigene Unternehmen werden – doch was kostet eine Internetadresse und mit welchem wiederkehrenden Kosten ist zu rechnen?

Ungefähr 2014 habe ich meine erste Domain gekauft. Damals wollte ich mir vor allem meinen Nachnamen als Domain sichern. Das hat gut geklappt und mir gezeigt wie unkompliziert das Kaufen von Domains im Internet ist.

Was genau kauft man, wenn man eine Internetadresse bezahlt?

Es hört sich beim ersten lesen etwas seltsam an – jedoch ist der Erwerb einer Domain nicht unbedingt selbsterklärend. Eine Internetadresse besteht aus drei Teilen von denen zwei stets vorhanden sein müssen:

  1. die Subdomain (z.B. das „www“ in der Adresse)
  2. der Domain (z.B. „gruenderly„)
  3. die Top-Level-Domain oder auch TLD genannt (z.B. .de, .com, .net usw.)

Eine vollständige Internetadresse nach dem oberen Schema wäre also „http(s)://www.gruenderly.de“. Dabei ist das www gar nicht nötig und wird bspw. beim Chrome Browser mittlerweile ausgeblendet. Dabei verliert man zunehmend die Möglichkeiten Einfluss auf die Adresse zu nehmen, um so weiter wir in den rechten Bereich gelangen.

Preise für Internetadressen bei Google
Preise für Internetadressen bei Google unterscheiden sich. Bei INWX sind viele günstiger. Quelle:google.com

Die TLD’s sind fest vorgegeben. Es gibt mittlerweile viele – allerdings sind diese zentral vergeben und werden nur in selten um weitere ergänzt (Eine Ausnahme wird bei großen Konzernen gemacht wie z.B. google oder KMPG). Wenn die Wunschadresse mit einem „.de“ nicht verfügbar ist, muss also ausgewichen werden. Oder aber es wird versucht die Domain zu kaufen.

Der mittlere Teil ist die Domain. Dieser Punkt ist der relevanten für den Kaufprozess. Ihr bestimmt also, welche TLD ihr haben wollt und welche Bereich davor stehen soll. So war „gruenderly.de“ frei und dem Kauf über INWX stand nichts im Wege. So weit, so gut.

Nun gibt es noch die sogenannten Subdomains. Diese Bereiche der Internetadresse können frei vergeben werden. Das „www“ ist dabei noch die langweiligste Option. Manche Firmen setzen unter der Adresse „mein-login.beispielfirma.de“ einen  Login Bereich. Andere hingegen betreiben unter „shop.beispielfirma.de“ den hauseigenen online Shop. Die Möglichkeiten sind zahlreich.

Wenn also eine Internetadresse gekauft wird, wird die Wort- bzw. Wortkombination in der Domain im Bereich der entsprechenden Top-Level-Domain gekauft. Die Adresse befindet sich dann aber nicht auf Ewigkeit in deinem Besitz. In der Regel beträgt die Haltedauer ein Jahr. Du kannst auch direkt mehrere Jahre die Adresse registrieren – meistens ist das etwas günstiger.

Was ist beim Kauf einer Internetadresse zu beachten?

Wer sich für den Erwerb einer Internetadresse entschließt, der sollte folgende Empfehlung beachten: Dort, wo die Webseite liegt, sollte nicht die Domain gekauft werden!

Es gibt viele „rund-um-sorglos“-Pakete im Internet. Ein Ort wo die Webseite liegt, E-Mails abgerufen werden und Domains sowie Subdomains verwaltet werden. Auch wenn es in der Regel wenige Euros mehr kostet, so empfehle ich stark, von diesen Angeboten keinen Gebrauch zu machen. Ein Umzug zu einem anderen Dienst wird besonders schwer, zeitaufwändig und geht mit längeren offline Zeiten einher.

Wenn die Infrastruktur bereits verteilt ist, dann bestehen bessere Möglichkeiten darin eine Webseite auf einem anderen Server verfügbar zu machen.


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Unterschiedliche Anbieter, unterschiedliche Kosten für eine Internetadresse

Meine Domains kaufe ich allesamt bei INWX. Dieser Dienst hat sich auf den Kauf bzw. Verkauf von Domains spezialisiert. Der Anbieter aus Berlin bietet gar keinen Webspace an. Die Kosten für Domains bei INWX sind unterschiedlich hoch:

  • eine .de Domain kostet ca. 4,65 Euro
  • für eine .com Domain müssen 12,87 Euro bezahlt werden
  • regelmäßig sind Domains im Angebot. Eine Domain mit .live kann für 2,40 EUR erworben werden
  • auch .digital und .cloud sind im Angebot für jeweils 4,75 Euro und 1,79 Euro

Doch wie bereits beschrieben werden Domains nur für die Haltedauer von einem Jahr gekauft. Nächstes Jahr werden die Domains aller Voraussicht nach nicht im Angebot sein. Für die Verlängerung wird dann i.d.R. der höhere Preis fällig.

Mehr als 6 oder 7 Euro muss für eine Internetadresse nicht ausgegeben werden. Gerade bei zahlreichen Registrierungen kann eine stattliche Summe zusammenkommen. Aber auch der Kauf ausgelaufener Domains ist eine Strategie. Ein Fehlkauf ist umso besser zu verkraften, desto weniger für eine Internetadresse bezahlt worden ist.


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